Jun 182009
 

Der Crailsheimer Oberbürgermeister Andreas Raab bezog gestern gegenüber dem HT erstmals Stellung zu dieser Affäre – die in seinen Augen gar keine ist: „So was kann halt mal passieren – da kamen bei einem ansonsten sehr zuverlässigen Mitarbeiter nur einmal ein paar dumme Zufälle zusammen.“ Praxis sei es jedenfalls nicht gewesen, das Zahlenschloss aus Bequemlichkeit nicht zu verstellen: „Das war Routine, den Code zu verdrehen.“Für den Mitarbeiter und den vorgesetzten Leiter des Ordnungsamtes werde der Fall jedenfalls keine disziplinarrechtlichen Konsequenzen oder sonstige Folgen haben, wie Andreas Raab dem HT sagte: „Deswegen reißt man doch niemand den Kopf herunter – das ist allenfalls eine leichte Fahrlässigkeit. Und das Offenlassen eines Tresors ist doch wohl auch nicht strafbar“, wie das Stadtoberhaupt gegenüber dem HT sagte. Wenn im Rathaus etwas Gravierendes passiere, dann „trage ich hier die Verantwortung für den Laden und sonst niemand“.“So zu lesen in der Südwestpresse.  Hier auch ein Kommentar des DWJ.

Diese Aussagen des Bürgermeisters sind gelinde gesagt ein Riesenskandal. Heute will man uns staatlich geprüften und überprüften Legalwaffenbesitzern „in den Colt pissen“ und die Aufbewahrungsvorschriften verschärfen, Verstöße sogar strafbewehren, und dieser Bürgermeister erdreistet sich zu sagen, „So was kann halt mal passieren“ ?? Was ist denn, wenn genau diese Waffen für eine Straftat, vielleicht sogar ein Massaker verwendet werden?

Ob sich jetzt der Vater von Tim K. auch keine Sorgen machen muß und seine Zuverlässigkeit behält?

Wobei – von unserer Seite aus betrachtet sollte soviel Gelassenheit wie der Bürgermeister aufbringt doch auch uns Legalwaffenbesitzern entgegengebracht werden, oder? Vielleicht erreicht diese Nachricht ja auch noch rechtzeitig unsere Damen und Herren Gesetzesmacher in Berlin und verursacht dort einen Anfall von Nachdenklichkeit?

 Posted by at 11:45

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