Feb 012012
 

Wie oft muß das noch gefordert werden? Wie oft will sich der Württembergische Schützenverband von diesem Kommunisten noch ins eigene Wohnzimmer defäkieren lassen? Wann kapiert Frau Lange, daß Ministerpräsident Kretschmann ein Hardliner ist, der sein Ding auf jeden Fall und ohne Rücksicht auf Verluste durchzieht?

Bestes Beispiel: Der WSV 1850 führt seine Jahreshauptversammlung, den Landesschützentag 2012 durch. Am 21.04.2012 soll diese Tagung stattfinden. Dazu lädt man, in einem Anfall von Appeasement (das ist, wenn man ein Krokodil füttert, in der Hoffnung, daß es einen zuletzt frißt) den Ministerpräsidenten als Laudator ein. Schon sehr devot. Aber auch gefährlich, denn auf einer solchen Schleimspur ist schon mancher ausgerutscht und hat sich dabei den Hals gebrochen.

Nun, wie dem auch sei,  ein Laudator schreibt -so ist das Tradition- sein Grußwort. Im Einladungs und Programmheft des Schützentages. Ganz brav und anständig, man könnte schon sagen lobhudelnd,  lobt er darin die Schützen und das Schützenwesen:

„Die Entstehung und Tradition der Schützenvereine ge­hören zu unserer vielfältigen Kultur und zeugen bis
heute von der Heimatverbundenheit der zahlreichen Mitglieder. Das Schützen­wesen hat seine Ursprünge in der mittelalterlichen Stadtkultur als die Schützen die Bürgerinnen und Bürger gegen Übergriffe von außen beschützten. Im Vorfeld der bürgerlichen Revolution von 1848 waren es vor allem die Schützenvereine, die sich nachdrücklich für den demokratischen Oppositionsgeist einsetzten.“

So weit so gut, Kretschmann scheint erkannt zu haben, was das deutsche Schützenwesen ausmacht. Gleichzeitig hat er aber genau diese Tatsache als für sich und seinesgleichen gefährlich  wahrgenommen. Nicht daß die Schützen ihre Tradition wieder aufleben lassen……

Und so sagt er dann im gleichen Atemzug, ganz in der Tradition der Despoten von vor 1848:

„Dennoch halte ich es für richtig, die in unserem Koalitionsvertrag angekündigte Verschärfung des Waffenrechts umzusetzen. Die Landesregierung will deshalb ­ mit Ausnahme der Jäger -ein generelles Verbot für den Privatbesitz von gro߭kalibrigen Faustfeuerwaffen durchsetzen. Diese Waffen stellen aufgrund ihrer Durchschlagskraft eine enorme Gefahr dar. Fürchterliche Geschehnisse wie die Amokläufe von Winnenden oder Norwegen sind unvergessen. Sie mahnen uns, gemeinsam alles dafür zu tun, dass sich diese schrecklichen Ereignisse nicht
wiederholen.

Dieses Vorgehen wurde schon 1853 von Heinrich Heine in seinem Gedicht „Erinnerung aus Krähwinkels Schreckenstagen“ beschrieben, seitdem hat sich nichts geändert, weil sich Geschichte wiederholt. Zwanghaft.

„Es liefre seine Waffen aus
Ein jeder in dem Gildenhaus;
Auch Munition von jeder Sorte
Wird deponiert am selben Orte.

Wer auf der Straße räsoniert,
Wird unverzüglich füsiliert;
Das Räsonieren durch Gebärden
Soll gleichfalls hart bestrafet werden.

Vertrauet Eurem Magistrat,
Der fromm und liebend schützt den Staat
Durch huldreich hochwohlweises Walten;
Euch ziemt es, stets das Maul zu halten.“

Kretschmann bemüht -wie immer- sein Lügenmaul, um uns Sportschützen zu diffamieren und zu diskriminieren, ganz in der Tradition seiner Vorbilder, Mao und  Stalin. Daß das Attentat von Norwegen wirklich nicht geeignet ist, um deutsche Sportschützen als Terroristen anzuprangern sollte wohl jedem klar sein. Auch das Winnender Attentat wurde nicht von einem Sportschützen und mit einer illegal durch Diebstahl erworbenen Waffe von einem hundsgemeinen Mörder verübt. Weshalb aber werden wir unbescholtene Sportschützen von Kretschmann als potentielle Mörder dargestellt? In unserem eigenen Haus? Das ist an Chuzpe nicht zu übertreffen.

Nun, es wird Zeit, daß Frau Lange vom WSV1850 und Herr Kruse vom Schützenverein 1913 Laiz sich der Direktive des Deutschen Schützenbundes anschließen, welche besagt, daß der DSB und seine Landesverbände hinter allen ihren Disziplinen stehen. Dazu gehört nunmal unausweichlich auch das Großkaliberschießen:

Auf der Basis der bereits 2009 veröffentlichten „Lübecker Erklärung“ steht der Deutsche Schützenbund in vollem Umfang und ohne Wenn und Aber zu allen von ihm angebotenen Schießdisziplinen. Diese Position werden wir auch weiterhin aktiv vertreten.“

Unter „aktivem Vertreten“ verstehe ich, daß man jetzt endlich mal ein Zeichen setzt, und diesem unbelehrbaren, faktenresistenten Kommunazisten Kretschmann mal zeigt, wie unsere Schützenehre aussieht. Daß sie noch vorhanden ist.

Dazu muß er zwangsläufig  -denn er ist ein verbands- und vereinsschädigendes subversives Element, ganz im Sinne der Verbandsstatuten- aus seinem Heimatverein Laiz und dem WSV 1850 ausgeschlossen werden. Ohne Wenn und Aber. Die Satzung sollte das hergeben. Wenn sinngemäß drinsteht:

„Der Ausschluss kann erfolgen bei Verletzung der Satzung, bei Verstoß gegendie anerkannten sportlichen Regeln, bei Verletzung von Sitte und Anstand, bei Schädigung des Ansehens und der Interessen des Vereins, wobei der Verstoß und die Verletzung im Einzelfall jeweils schwerwiegend bzw. gröblich sein muss.“

wäre dieses Vorgehen mehr als berechtigt. Denn was kann schwerwiegender sein, als das Verbot vieler anerkannter Sportdisziplinen des Vereins und des Verbands zu fordern?

Allerdings glaube ich nicht, daß Herr Kruse und Frau Lange diesen Weg gehen werden. Zumindest nicht freiwillig. Die Tatsache, daß der Schmonzes Kretschmanns sogar in der Einladung abgedruckt wurde, spricht dagegen. Ebenfalls die Äußerungen, die Frau Lange und Herr Kruse nach meiner ersten Forderung des Rauswurfs getätigt haben.

Aber vielleicht sind die beiden ja lernfähig? Vielleicht brauchen sie ja nur einen kleinen „Stupser“ um endlich aufzuwachen? Vielleicht schreiben die Baden-Württembergischen Kameraden die beiden einfach nochmal freundlich an? Die Adressen sollten leicht herauszufinden sein.

In jedem Fall ist die Duldung dieser Vorfälle nicht tragbar, ein Vereinsvorstand oder ein Landesvorstand der das mitträgt ist auf dem falschen Posten und sollte bei nächster Gelegenheit abgestraft und abgewählt werden.  Denn genau solche Leute – noch dazu aus unseren eigenen Reihen- sind die Sargnägel des Schießsports.

  • Es gibt in diesem Land wieder Menschen, die von Presse, Funk und Fernsehen in „Goebbels-Manier“ diffamiert werden. Weil sie ein Hobby haben, das von diesen „Journalisten“ nicht akzeptiert wird.
  • Es gibt in diesem Land wieder ehrliche, unschuldige Menschen, die damit rechnen müssen, daß morgens um 6 Uhr die Polizei in ihre Wohnung will. Weil für sie das Grundrecht der „Unverletzlichkeit der Wohnung“ nur noch eingeschränkt gilt!
  • Es gibt in diesem Land wieder Menschen, die Angst um ihr ehrlich erworbenes Eigentum haben müssen. Weil für sie das Grundrecht auf Eigentum nicht mehr gilt!
  • Es gibt in diesem Land wieder Organisationen und Bündnisse, die diffamieren diese ehrlichen, unschuldigen Menschen als potentielle Mörder und Amokläufer! Weil sie erst DANN einen Grund haben, schärfere Gesetze gegen diese Menschen zu fordern.
  • Es gibt in diesem Land wieder Parteien, die stellen diese Menschen GENERELL als Gefahr für unsere Sicherheit dar. Weil ihnen eingeschränkte Grundrechte noch nicht ausreichen und sie Gesetze wie in Polizeistaaten einführen wollen!
  • Es gibt in diesem Land wieder Politiker, die zu FEIGE sind, sich schützend vor diese Menschen zu stellen. Weil sie Angst um ihre Karriere haben.
  • Es gibt in diesem Land wieder Menschen, die finden das alles richtig und korrekt! Weil es ja Recht und Ordnung ist. Und weil es ja NUR „die Anderen“ betrifft.
  • Denn eines ist wohl klar: Wer unschuldige Menschen als Mörder und Amokläufer diffamiert, sie als Gefahr für unsere Sicherheit bezeichnet, und damit einverstanden ist, daß für diese Menschen die Grundrechte nicht mehr gelten, der hätte 1933 auch die braune Uniform angezogen!

    Und Sie, liebe Leser?

    SIE wissen überhaupt nicht wer hier gemeint ist?  Dann sollten SIE sich schnellstens kundig machen!  Damit SIE nicht eines schönen Tages sagen müssen, so wie viele Menschen nach 1945:

    „Das habe ICH alles nicht gewusst…!“

     

     Michael Kuhn

    oder sogar weniger, bis zur Bundestagswahl,
    der daraufhin
    wahrscheinlich folgenden Zeitenwende für den
    Schießsport, die Jagd und das Waffensammeln,
    sowie
    dem damit verbundenen Verlust Ihrer Freiheitsrechte
    und Ihrer Sport- u. Jagdwaffen
    (auch der Druckluft- u. Kleinkaliberwaffen)

      9 Responses to “Schmeisst endlich den Kretschmann raus! Auf was wartet Ihr?”

    1. Vielleicht sollten die Aufrechten unter den Sportschützen in BW am 21.04.2012 zum Landesschützentag demonstrativ einen Schuh mit in die Versammlung nehmen….die Grünen lieben ja islamische Bräuche; Herr Kretschmann wird schon verstehen, was gemeint ist…..ggf. gibts dann auch gleich Neuwahlen 😉

    2. „Sic semper Tyrannis!“

    3. @Clitus
      Keine schlechte Idee. Aber nach hiesigem Brauch verlässt man einfach den Saal als Zeichen der Verachtung.

      Es geht im Kern um Selbstbestimmung statt Mitbestimmung. Es geht nicht darum, dass das „kleine Grüppchen“ der Großkaliberschützen auch ein bißchen in den Schießsportverbänden mitbestimmen darf (und später vielleicht einem Kompromis zum Opfer fällt). Es geht auch nicht darum, ob die Sportschützen bei den Wahlen vielleicht von ihren aufgehetzten Nachbarn überstimmt werden.

      Roland Baader schreibt in seinem Buch ‚Fauler Zauber‘: „Nicht Herrschaft ist die Aufgabe einer demokratischen Regierung, sondern Schutz der Menschen vor jeder Art von Herrschaft – mit Ausnahme der Herrschaft des Rechts.“

      „Volkssouveränität nach Art der ‚one man – one vote‘-Methode für jeden beliebigen Entscheidungsinhalt bedeutet im Klartext: Nichts mehr steht über ihr, kein höheres Recht und kein Gott, keine charismatischen Autoritäten und keine religiösen Tabus, keine gewachsenen Institutionen und keine moralischen Traditionen.“

    4. Das ist so absurd, dass es kaum zu glauben ist! Der Eingeladene spuckt dem Gastgeber in die Suppe, wie unverfroren!
      Ich hoffe wirklich, Frau Lange wacht langsam auf! Bin auf die Reaktion ihrerseits gespannt!

    5. Es gibt schon eine Reaktion: Sie versteht gar nicht, was an dem Grußwort so schlecht sein soll. Und den Kretschmann rauswerfen? Keinesfalls.

      Wäre ich Württemberger, ich würde ihr sehr deutlich meine Meinung dazu sagen.

    6. Ich sag‘ nur: „Weiber!“ Immer auf Appeasement aus, heile Welt darstellen, auch wenn es ins eigen Fleisch schneidet …

    7. Viele Dank für einen weiteren informativen Beitrag von Dir Michael.

      Habe der Hannelore gerade meine Meinung zu dem Grußwort zukommenlassen.
      Wird zwar nichts bewirken, aber ich brauche wenigstens keinen 2. Eimer zum reink****n.

      Die Idee mit den Schuhen finde ich im Übrigen ausgezeichnet! Schönes Häufchen vor dem Redenerpult ablegen und dann den Saal verlassen.

      .. nur, da werden 99,9% (die Grünkittel – NICHT die Jäger gemeint!) der Delegierten nicht mitmachen …

    8. Diese DSB-Kopf-Frau ist eine Schande für jeden Waffenbesitzer in Deutschland. Es erfüllt einen mit Ekel und Abscheu, dass dergleichen Personen in minder bemittelten Kreisen meinungsbildend wirken können.

    9. Meiner Ansicht nach bringt es uns Waffenbesitzer nicht weiter, wenn wir uns gegenseitig Vorwürfe machen, uns beleidigen und Verantwortungsträgern in Verbänden und Parteien, zwar ehrlich gemeinte, aber trotzdem beleidigende Mails schicken. Dadurch wird die Kluft zwischen uns größer. Wenn sich die verschiedenen wichtigen Gruppen uneinig sind, wird es dem jeweiligen Gesetzgeber ein Leichtes sein, eine Gruppierung nach der anderen „verhungern“ zu lassen. Die Notwendigkeit eines Konsenz zwischen allen, vom Waffengesetz Betroffenen, scheint mir ein Ausweg zu sein. Wenn es nicht gelingt, dies auf Führungsebene zu erreichen, dann muß eben solange nach Verantwortlichen gesucht werden, welche ohne Vorbehalte aufeinander zugehen können. An den gemeinsamen Tisch müssen alle: Bogen, BDMP, DSB, ProLegal, BDS, CDA, Paintball, Forum Waffenrecht, Sammler, Jäger, DSU, SPI,…..uvm. Ziel: Dort einen gemeinsamen Grundton zu finden, mit dem wir uns alle identifizieren können. Das wäre das Richtige und ein starkes Signal an den Gesetzgeber. Genau davor haben alle Initiativen Angst, welche zuerst das GK dann das KK und später dann den restlichen Legalwaffenbesitz verbieten möchten. Die jetzige Situation kommt diesen Leuten gerade recht. Dann wäre auch ein Ausspielen untereinander nicht mehr möglich. Nach meiner persönlichen Meinung wäre dieser Weg der bessere. Die weiteren Änderungen im WaffGes werden kommen und dann wird der Druck so groß sein, daß die restlichen Waffenbesitzer dies unter starkem Zeitdruck tun müssen. Eine laute, gemeinsame Stimme wird besser gehört als ein Durcheinander Reden vieler.

      J.Mann (Schütze GK, KK, VL, LP)

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