Nov 252011
 

Wir Sportschützen sind nicht nur selbst Mörder und Terroristen, nein, nun sind wir auch für die Waffenausbildung und Waffenbeschaffung für Nazis zuständig. Den Job hat uns das Reichspropagandaministerium auf’s Auge gedrückt, mal sehen, ob unser großer Führer, Josef Ambacher, mit seinem Generalstab das wieder abwimmeln kann. Wäre ja noch schöner, wir haben gerade genug damit zu tun, uns selbst an „kriegswaffenähnlichen halbautomatischen Waffen“ auszubilden, damit die nächsten „Amokläufe“ von Sportschützen ein noch größerer Erfolg werden als die letzten 322 von diesem Jahr.  Das ist eine dringende Aufgabe, brauchen wir doch zukünftig einen Haufen Geld (das wir dann über Spiegel- u. BILD-Honorare bekommen) um unsere Waffensteuer in Höhe von 300 € / Stück bezahlen zu können. Ach ja, fast vergessen, die Armatix-Dildos kosten ja nochmal so viel, die müssen nächstes Jahr auch noch bezahlt werden. Mist.

Liebe Leser, ich hoffe daß Sie mir meinen Zynismus nachsehen, aber es ist echt zum vomitieren. Wir kriegen Feuer von allen Seiten, jedes kleine Lichtlein in der Politik und bei den Medien meint, uns anonanieren zu dürfen. Völlig grund- u. anlaßlos. Man behauptet jetzt, die Nazis würden Ihre Waffen über die Schützen- u. Reservistenvereine beantragen. Macht einen Riesenbohei daraus. Ohne Fakten für die Behauptungen vorzulegen. Nur aus ideologischen Gründen.

Neonazis kommen über Schützenvereine legal an Waffen“  wird die Überschrift bei fast allen Tageszeitungen heute lauten. Bei Google gibt es schon über 202.000 Treffer dazu. Ein Beispiel: Die Zeit. Eine DPA-Meldung, die einfach so, ohne nachzurecherchieren, übernommen wird. Und der jüngste Angriff kommt von der ARD, das Erste titelt beim Format „Monitor„:

Waffen und Schießtraining für Neonazis – ganz legal„. Und wo? Natürlich, bei uns Sportschützen, wo denn sonst? Wobei – lassen Sie mich überlegen – waren die Waffen der Nazis aus Zwickau – die jetzt dazu instrumentalisiert werden- nicht von der Polizei geklaut? Illegal aus der Schweiz importiert? Haben Sie, liebe Leser, jemals was davon gehört, daß ein Nazi eine Straftat mit einer legalen Waffe begangen hätte? Nein? Ich auch nicht. Weshalb dann der Aufriss? Ist jedes Mitglied der NPD auch automatisch ein Mörder? Mein Gott, 38 Hanseln haben Waffen, wo ist da das Problem? Der Staat weiß das, wenn er was dagegen tun kann und will wird er es wohl tun. Aufgabe der Schützenvereine kann das wohl kaum sein.

Was ich gehört habe, ist, daß sich ein maoistischer Aktivist mit von der Bundeswehr geklauten Sturmgewehren im Kofferraum erwischen lassen hat. Der war mal Taxifahrer in Frankfurt, aus dem ist Jahre später ein ganz hoher, grüner,  Politiker geworden. Regierungsmitglied. Sein Kumpel, ebenfalls späterer Minister der BRD, hat ihn damals rausgehauen. Die Kommunisten, die haben das gemacht. Die sind in die Schützenvereine eingetreten um sich Waffen und die Ausbildung daran zu besorgen. Auch die sind heute -noch, wieder und neu- in höchsten Positionen der Politik zu finden. Und sind alle berechtigt, zum eigenen Schutz eine Schußwaffe zu führen. Darüber spricht kein Mensch.

Naja, daran sieht man, daß die Demokratie in Deutschland sehr mächtig ist. Wer nicht wegen einer Straftat verurteilt ist hat eben eine saubere Weste, sauber genug um die strengen Überprüfungen nach dem deutschen Waffengesetz zu überstehen. Das muß für alle Menschen gelten, sogar für echte, sogenannte oder behauptete Nazis. Genauso wie für Kommunisten.

In diesem Monitor-Beitrag wurden im Übrigen nur Behauptungen aufgestellt, auf die bei seriösen Berichten übliche Vorlage von Beweisen wurde wohlweislich verzichtet. Noch nicht mal das Nazi-Flugblatt, wo für den Eintritt in Schützenvereine geworben werden soll, konnte man zeigen. Der Passus „geht deshalb in Schützenvereine“ war zumindest auf meinem Fernseher nicht zu sehen, trotz mehrfachem Zurückspulen und Abspielen in Zeitlupe. So werden wir nicht nur von der Politik, sondern auch von den „Qualitäts“-Medien der öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten belogen.

Die Moderatorin und Redaktionsleiterin der Sendung, Sonia Seymour Mikich, ist Opfer ihrer eigenen Betroffenheit. Bei einem Selbstfindungstrip im März 2010 kam sie zur Erkenntnis: „Investigative Journalisten, aber nicht nur sie, verkörpern eine ziemlich masochistische Treue zur Demokratie.“ Und weiter: „Journalismus besorgt und systematisiert den Stoff, aus dem die Geschichtsschreibung sein wird.“ Seltsame Einstellung zur Demokratie. Naja, auch wieder nicht, wird sie doch zu den 76% linker Journalisten in Deutschland zählen.

Was für ein Beruf! Wo sonst kann sich jemand – implizit und explizit – für Demokratie, Bildung und Gemeinwohl einsetzen, fein und massenwirksam zugleich? Allen Kaltherzigen und Nassforschen zum Trotz: Verbriefte Ideale wie Gerechtigkeit, Gleichheit, Freiheit verknöchern nie. Sie sind Fernziele, auf die Journalisten aktiv hinarbeiten können. Auch, weil sie uns beseelen.

Nun, wie man sieht, ganz schön weit runtergekommen die Dame, seit damals. Wie sie heute wirklich tickt, steht aktuell auf ihrem Blog:

Schande. Achtung: einige Medien sehen schon jetzt die Quote oder Auflage oder Klickzahl wieder heruntergehen, wenn das Thema „rechter Terror“ bearbeitet wird. Es wird schwer werden, dagegenzuhalten, wenn keine neue Faktenlage auftaucht, wenn die eigene Empörung einfach kein Dauerfeuer sein kann. Bei mir keimt das beklemmende Gefühl, dass das grosse Interesse an der rechten Gefahr wie ein konjunkturelles Hoch wieder verschwinden wird. Umso wichtiger, so gut wie möglich und so oft wie nötig, auszusprechen: diese Naziterroristen bringen Deutschland Schande, diese Gedankenwelt stört den öffentlichen Frieden (strafbar), und der stille Rassismus darf nicht lapidar verdrängt werden.“

Oje!  Das macht mich traurig und auch ein Stück weit betroffen. Die Empörung der Frau Seymour Mikich ist so groß, daß es für sie eine Schande ist, daß keine neuen Fakten auftauchen. Was sie tut, wenn sie keine Fakten hat, konnte man heute Abend gut nachverfolgen: Sie baut einen Türken, nur damit das Interesse an diesem Thema nicht verschwindet. Sie diffamiert unterschwellig die Sportschützen und Reservisten, nur um einen polemischen Beitrag zu produzieren. Ich stimme ihr zu, das ist wirklich eine Schande. Der Rest des Beitrags war informationstechnisch ja gar nicht so schlecht, halt einfach nur unnötig aufgebauscht, das Ganze. Wenn es nicht notwendig ist einen Beitrag zu senden ist es nicht notwendig einen Beitrag zu senden, oder so…..

So, mal sehen, ob der DSB, den das ja nun wirklich betrifft, sich dazu äußern wird. Verdient hätten es seine Sportschützen schon, daß man sie gegen diese Hetze verteidigt. Es sind ja nun innerhalb kürzester Zeit einige, viel zu viele,  Angriffe erfolgt. Ich hatte mehrfach vorhergesagt, daß es zu dieser Situation kommen wird, zum Teil schon vor Monaten. Der DSB hatte also genügend Zeit, sich darauf vorzubereiten. Da kann man doch erwarten, daß spätestens jetzt -zeitnah- eine öffentliche Erklärung an die Mitglieder erfolgt, wie die Situation ist und ob und was man dagegen unternehmen wird. Oder?

Denn: Wenn jetzt nichts aktiv gegen diese Hetze unternommen wird, war das, was bisher geschah, nur der Anfang. Dann werden alle Dämme brechen, man wird unseren Sport vernichten.

Gut gelöst hat diese Aufgabe bereits die Deutsche Schießsport Union (DSU) mit einer Verlautbarung an die Mitglieder: Offener Brief. Vielen Dank dafür, ich weiß, welche Überwindung – auch von Widerständen –  dieser Artikel gekostet haben muß. Wir werden gemeinsam das gegebene Versprechen mit Leben erfüllen. EIN Anfang ist gemacht.

Der DSB hat heute aber auch Laut gegeben, so ist das nicht. Die Mitteilung des aktuellen Newsletters:

  • Spannende Konstellation in der Gruppe Nord
  • Spitzenreiter gegen Schlusslichter
  • Bewährungsprobe für den Titelverteidiger
  • Finaltickets für Paderborn ab sofort erhältlich
  • DSB-Jubiläum endet in Coburg
  • Sigrid Roth hat DSB verlassen

scheint wichtiger als alles andere gewesen zu sein. Wird schon stimmen. Wir werden sehen. Nichtsdestotrotz können die Sportschützen des DSB erwarten, daß man sie nicht den Löwen zum Fraß vorwirft, oder sogar von Seiten des Verbands den Daumen über sie senkt.

So geben wir nun unser Schicksal in die Hand unseres Kameraden Josef und vertrauen auf seine Gnade, auf daß er der Öffentlichkeit  mal sage, daß wir Schützen keine Mörder, Terroristen, Waffenbeschaffer für Nazis oder die Melkkuh der Nation sind. Laßt uns hoffen, daß wir dann in der Arena der Politiker- und Medienhetze nicht zu Schaden kommen. Und laßt uns ebenfalls hoffen, daß er im Fall der Fälle den Job an jemanden delegiert, der etwas davon versteht. Hoffentlich nicht das FWR.

Lesen Sie dazu bitte auch hier: DSB weigert sich, die Interessen seiner Schützen zu vertreten. Zumindest auf dem Gebiet der Öffentlichkeits- und Mitgliederarbeit.

Wenn Ihnen, liebe Leser, als Sportschütze im DSB das alles stinkt, weshalb nehmen Sie nicht an unserer Aktion „Weckt die Funktionäre auf“ teil? Herr Ambacher und die Verantwortlichen des DSB freuen sich immer über Post.

 Michael Kuhn

oder sogar weniger, bis zur Bundestagswahl,
der daraufhin
wahrscheinlich folgenden Zeitenwende für den
Schießsport, die Jagd und das Waffensammeln,
sowie
dem damit verbundenen Verlust Ihrer Freiheitsrechte
und Ihrer Sport- u. Jagdwaffen
(auch der Druckluft- u. Kleinkaliberwaffen)

  5 Responses to “Ave Ambacher – morituri te salutant”

  1. Deshalb ist es wichtiger denn je sich zu organisieren und mitglied bei Pro-Legal zu werden,damit wir auch noch morgen unseren Sport und Hobby nachgehen können!!!!

    DESHAL PROLEGAL MITGLIED WERDEN!!!!!!!!!!!!!!!

  2. Hallo Michael,

    wieder ein lesenswerter Beitrag. Und wäre ich kein aktiver Lobbyist und würde mich auf die Informationen stützen, welcher mir der DSB als Mitglied zur Verfügung stellt, ich würde immer noch im Tal der Ahnungslosen leben. Und mir scheint, viele DSB-Mitglieder bekommen in diesem Tal weder einen gescheite Zeitung noch eine ordentliches Programm; vom Internet mal ganz abgesehen. Denn aus den vielen Gesprächen mit „Ur-DSB’lern“ weiß ich, daß es die aktuelle Entwicklung in Deutschland ja gar nicht gibt und wir Lobbyisten-Wirrköpfe mit unseren Aktionen ja alles nur noch schlimmer machen. Und keine Sorge … beim BDSM sieht es auch nicht besser aus. In der V0 sucht man vergeblich nach solchen Hinweisen. Der BDMP ist vollauf mit sich selbst beschäftigt und ist gerade bemüht sich durch eine neue Satzung „gleichzuschalten“.

    Aber zurück zum DSB (stellvertretend für alle anderen Verbände, die eher der Hinterzimmerdiplomatie fröhnen). Der DSB hat sich durch seine „Appeasement-Politik“ in eine unangenehme Lage manövriert:

    Wenn der DSB zu den aktuellen „medialen Anwürfen“ keine Stellung bezieht, wird ihm das als „stille Zustimmung“ ausgelegt werden.
    Stellt er sich gegen die Anwürfe, wird als Rechtfertigung gewertet werden.

    Egal was der DSB nun macht, die Medien werden davon ausgehen, daß ein es ein entsprechendes Wissen über (Volks-) Genossen in den Reihen der Schützen gegeben hat, aber niemand in vorauseilendem Gehorsam von Seite des DSB dagegen vorgegangen ist. Und gerade die Traditionsschützen mit ihre konservativen Wertegefüge (Heimat, Treue, Glaube) passen da gut ins erdachte mediale „deutsch-nationale“ Schützenbild (von den Resevisten reden wir dabei noch gar nicht!).

    Was aber, wenn die Vorstände, in dem Wissen um die Infiltration durch Extremisten, im Vorfeld einer Aufnahme in einen Verein Fragen zu Gesinnung gestellt hätten oder andere Fragen gestellt hätten, die Aufschluss über die Persönlichkeit geben würden. Würden die gleichen investigativen Journalisten, die uns jetzt wegen Unterwanderung angreifen, dann nicht eine stasiähnliche Gedankenpolizei in den Schützenvereinen unterstellen und uns wegen der daraus vermeintlich resultierenden Diskriminierung ebenfalls angreifen.

    Nüchtern betrachtet ist es egal was wir tun; wir sind die Opfer einer politischen Ideologie die fast ausschließlich auf emotionalen „Argumenten“ basiert. Und dieser Ideologie gehen langsam die „Feindbilder“ und ihrer „Forschungs- & Meinungsindustie“ die damit verbundenen Forschungsfelder (=Geldquellen) aus. Das Waldsterben – widerlegt. Die Klimakatastrophe – nicht wirklich auszumachen. Pandemien – überbewertet. Hungerkatastrophen – interessieren keinen mehr, zumal die meisten Spenden in den Augen der Spenden eh in dunklen Kanälen verschwinden.

    Was bleibt?!? Wir Schützen & Legalen Waffenbesitzer …

    … sind da leider die einzigen „Gegner/Opfer“ mit Potential.

    Der DSB hat an dieser Stelle nur eine Chance: Mobilisieren seiner aktuell schweigenden Massen (die in der politischen Diskussion leider totes Kapital sind). Erst wenn diese Massen ihre Stimme erheben und die Politik und die anderen Bürger diese auch deutlich wahrnehmen, hat der DSB noch eine Chance.

    Und erst dann hat der Legale Waffenbesítz sie auch.

    In diesem Sinne – Verbände aufgewacht!

    L.H.

  3. Ach ja liebe Jäger,

    es ist nur eine Frage der Zeit, bis der erste investigative Journalist
    die Frage stellt, wie viele NeoNazis denn einen Jagdschein gemacht
    haben um an ihre Waffen zu kommen.

    Und damit ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis die entsprechenden
    Gesinnungsfragen Einzug in die Jägerprüfung halten.

    In diesem Sinne
    L.H.

  4. Danke Michael,
    Beeindrucken wie du die Sache immer auf den Punkt bringen kannst.
    An deine erwähnten Aktionen „Weckt die…. auf“ werde ich mich beteiligen
    Gruß Wolfgang

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