Nov 232011
 

So langsam trudeln nach unserer Anschreibeaktion die Antworten der Verbände auf die zahlreichen Anfragen der Mitglieder bei diesen auch ein. Nicht bei mir persönlich, außer dem FWR hat mir noch niemand geantwortet, ich bin für einige die „persona non grata“. An dieser Stelle erstmal herzlichen Dank an alle Mitstreiter, zeigt es doch, daß wir „Viele“ sind. Wir dürfen jetzt aber nicht nachlassen, auch die bisher unentschlossenen sollten noch mit ihrem Brief oder Mail zeigen, daß wir „mehr“ sind, als von den Verbänden angenommen.

Erschreckend die Antwort des FWR, dort wußte man bis dato nicht, daß die Grünen ihren Gesetzesentwurf bzgl. „kriegswaffenähnlicher halbautomatischer Waffen“ bereits beim Bundestag eingereicht hatten! Auch scheint es, daß die Problematik des Bremer SPD-Vorstoßes in Sachen Waffensteuer, nicht so recht erkannt wurde.  Zum Rest der Antwort kann ich nichts sagen, ich komme damit der Bitte des FWR nach.

Bitte schauen Sie mal unter den Kommentaren zu meiner „Märchenstunde“ nach, dort ist mittlerweile die Antwort des DSB eingestellt.

Nun, wie ist das Schreiben des von mir sehr geschätzten Herrn Kohlheim zu werten? Als das, was es ist, die Meinung des DSB. Herr Kohlheim spricht für das Präsidium.

Quintessenz: Wir machen weiter wie bisher.

Meine Meinung: Wenn Herr Kohlheim sagt:

 “Der Deutsche Schützenbund sucht das Gespräch und den fairen Dialog miteinander; auch mit Politikern die sich sehr kritisch über uns und unseren Sport äußern. Unsere Erfahrung zeigt, dass dieses Vorgehen uns in der Vergangenheit vor weit größerem Ungemach bewahrt hat.”

verkennt der DSB die heutige Situation komplett, die eben anders ist als noch vor Jahren.

Diese “neue” Sorte von “Politikern” hält sich nämlich nicht mehr an einmal gegebene Versprechungen. Bestes Beispiel dafür ist der Baden-Württembergische Innenminister Gall, der nur wenige Tage nach einem “positiven” Gespräch die “Rolle rückwärts” vollführte und massivst Verschärfungen des Waffenrechts forderte. Und dieser Mann ist nur einer von vielen.
Auch verkennt Herr Kohlheim/DSB, daß mit B90/Die Grünen -ob deren Ideologie- überhaupt kein Gespräch möglich ist, bzw. geführte Gespräche wie bei Gall nutzlos sind.

Auch diese Aussage Herrn Kohlheims/des DSB:

“Sehr kritisch werden aber auch von den dem Schießsport positiv gegenüber stehenden Politikern die Äußerungen aus Schützenkreisen eingestuft, die mit der “Hau-drauf-Methode” sich Luft verschaffen und die Politiker angreifen. In der Sache schadet uns ein solches Verhalten sehr. (Ich glaube ich brauche Ihnen nicht zu verdeutlichen, was die Politiker denken, denen unser Sport nicht zusagt: diese fühlen sich durch persönliche Beleidigungen oder gar Drohungen nur in ihrer Einstellung bestätigt.)”

zeugt von wenig Realitätssinn. Unzweifelhaft richtig in der geklammerten Schlußfolgerung, verkennt man, daß diese “Politiker” grundlos und ohne dahinterstehende Fakten einen massiven Angriff auf die deutschen Sportschützen gestartet haben, nach dem Motto: “Seit 5 Uhr 45 wird zurückgeschossen”. Wenn wir keinen Grund für einen Angriff haben, erfinden wir halt einen…..

Sollte oder wollte ein Politiker hinter dem Schießsport stehen, müßte er das dann halt auch mal unmißverständlich ausdrücken, den Schützen gegenüber, öffentlich,  und sich nicht hinter Parteiprogrammen und -Ideologien verstecken. Eine Rede auf einer Schützenbezirksversammlung sagt da erstmal garnichts aus. Oft genug erlebt. Im Übrigen werden ja genau diese Politiker nicht angegriffen. Einzig die Demagogen und Faktenverdreher unter ihnen. Niemand muß sich einen Schuh anziehen, der ihm nicht passt.

Deshalb zeugt es von wenig Weitsicht, wenn derartige Angriffe, die ja in den Medien genüßlich ausgeschlachtet werden, vom DSB öffentlich unwidersprochen bleiben. Hier muß gekontert werden. Und zwar mit passenden Mitteln. Damit sich diese Volksvzertreter weitere Angriffe vorher gut überlegen.

Nicht wenige Sportschützen haben bei den vergangenen Wahlen die Grünen und die SPD, auch die Linken, gewählt. Genausoviele wie der Durchschnitt der Bevölkerung, nämlich fast oder über 50%. Wie kann man Parteien wählen, die einen enteignen und seinen Sport zerstören wollen?

Wie kann man, -obwohl klar absehbar, daß sich dieser Trend u.U. bis zur Bundestagswahl fortsetzen wird- von Seiten der Verbände mit dieser Geheimpolitik fortfahren, anstatt den Mitgliedern reinen Wein einzuschenken und zu sagen: “Wenn ihr Euren Sport und euer Eigentum behalten wollt, dürft Ihr gerade NICHT die Grünen, die SPD oder die Linken wählen?

Wegen dieser „Geheim“-Politik des DSB und der anderen Verbände stehen wir Sportschützen genau dort wo wir heute sind, vor dem Abgrund, vor dem Verlust unseres Sports und unseres Eigentums. Auch die Verschärfungen der Vergangenheit wären entgegen der Aussagen Herrn Kohlheims/des DSB sicher nicht in diesem Ausmaß erfolgt, wenn der DSB und das FWR sich im Vorfeld entschlossener und entschiedener für die Sache -auch auf anderem Wege- eingesetzt hätten.

Die Aussage Herrn Kohlheims/DSB zur Waffensteuer in Städten hat nichts mit der Waffensteuer eines Bundeslandes zu tun! Speziell in Bremen, wo die Kommunisten traditionell in der Überzahl sind, reicht eine Lesung und der Beschluß in der Bürgerschaftssitzung aus, damit die Steuer zum 01.01.2012 (vorerst) Rechtens ist. Die Mehrheiten in der Bremer Bürgerschaft sind dafür vorhanden. Dies wird von DSB und FWR offensichtlich verkannt! Sollte die Steuer kommen, bedeutet dies das AUS für den Bremer Schützensport. Jahrelanges Klagen bis hin zu den obersten Gerichten wird sich kaum einer der Bremer Schützen antun. Und wenn, ist er bis zu einem Erfolg finanziell am Ende. Ob der DSB das wirklich will?

Wenn der DSB Angst hat, seinen Status als “seriöser Gesprächspartner” zu verlieren, dann soll er doch bitte seine Aufgabe, sich öffentlich gegen die Unterstellungen , nämlich daß Sportschützen Mörder und Nazi-Ausbilder wären, zu erwehren, an eine dafür besser geeignete Organisation übertragen: Pro-Legal. Die steht nämlich schon in den Startlöchern. Dieses Angebot gilt sinngemäß für alle anderen Verbände auch.

Aber davon distanziert man sich lieber. Zitat Kohlheim/DSB: „Insofern suchen wir nicht den Schulterschluss zu Personen und Verbänden, die sich gerne dieser aggressiven Diskussionsform bedienen.

Danke für nichts, lieber DSB.

 Michael Kuhn

oder sogar weniger, bis zur Bundestagswahl,
der daraufhin
wahrscheinlich folgenden Zeitenwende für den
Schießsport, die Jagd und das Waffensammeln,
sowie
dem damit verbundenen Verlust Ihrer Freiheitsrechte
und Ihrer Sport- u. Jagdwaffen
(auch der Druckluft- u. Kleinkaliberwaffen)

  13 Responses to “Der Deutsche Schützenbund handelt nicht im Sinne seiner Mitglieder”

  1. top artikel – ich bin für agressives vorgehen denn alles andere ist sinnlos – was der langweiligste saufverband des landes meint interessiert mich nicht – ich bin sportschütze und kein alki!!!!!!!!!!

  2. Zitat:

    Wie soll das denn gehen? F. Gepperth ist doch Vize des FWR.
    Da kann mir keiner erzählen, die wissen nichts davon,. Gepperth war doch in der unsäglichen Report Mainz Sendung ein Interviewter, der sich gegen die vorgehen wollte…………..

    Zum DSB sage ich mal nichts…würde wohl alles unter die Gürtellinie gehen.

  3. Hallo,

    sehr guter Artikel!!!

    DESHALB PROLEGAL MITGLIED WERDEN

  4. Auch hier:

    An dieser Stelle möchte ich meinen ausdrücklichen Dank an das Präsidium der Deutschen Schießsportunion DSU übermitteln.
    Mit deutlichen Worten hat man erklärt, die Probleme angehen zu wollen und daß man den Ernst der Lage erkannt hat.

    http://www.d-s-u.de/index.php?id=25&tx_ttnews%5Btt_news%5D=54&tx_ttnews%5BbackPid%5D=24&cHash=e769712a96

    Zitat: „Erschreckend für uns ist, mit welch offener Feindseligkeit gewählte Abgeordnete von SPD, Den Grünen und Die Linke mittlerweile gegen uns legalen Waffenbesitzer vorgehen. Es scheint so, dass jeder Anstand und Respekt unsere Grundrechte betreffend aufgegeben wurde und man gezielt darauf hinarbeitet, den Schießsport in Deutschland und den damit verbundenen privaten Waffenbesitz in unserer Republik mit allen Mitteln zu eliminieren.“

    Ich freue mich sehr, daß wir hier einen aktiven Mitstreiter bei der Aufklärung unserer Sportkameraden und der Unterstützung unserer Anliegen gefunden haben!

    Vielen Dank, liebe Sportkameraden!

  5. Hallo,

    klasse, dass die DSU so klar Stellung bezieht in der bereits lange andauernen Kampagne von einigen Bundestagsparteien gegen uns Schützen und auch gegen uns Jäger!

    Ich hoffe ebenso, dass die anderen deutschen zugelassenen Sportschützenverbände und auch Jagdverbände (Mitglieder sind ja genug vorhanden) da ebenso stark auftreten und schriftlich bzw. ÖFFENTLICH „Flagge zeigen für Ihre Mitglieder“.

    Mit Schützengruss und Waidmannsheil,
    Jörg Rögener

  6. Hallo lieber Herr Kuhn,

    der DSB hat nun auch uns geantwortet.

    Wir freuen uns, dass es da ebenso Aktivitäten vom DSB in der Sache gegen Waffenbesitzsteuer in Bremen(insbesondere auch Bundesland Bremen!) gibt,siehe e-mail an uns anbei(7.Absatz von oben, wenn ich richtig gezählt habe)–>

    Sehr geehrter Herr Birger Tiemann,

    Vielen Dank für Ihre Antwort!

    Klare Kante von unserer Vertreterseite, weiter so.

    Mit freundlichen Schützengrüssen,

    Kerstin Jakob und Jörg Rögener

    Betreff: Re-2: Grüne Vorhaben bezüglich weiterer unnötiger Verschärfungen des Waffengesetzes

    Sehr geehrter Frau Jakob,
    sehr geehrter Herr Rögener,

    seitens des DSB möchte ich Ihre mail zu einer grundsätzlichen Handlungsweise des Deutschen Schützenbundes beantworten, auch wenn diese mail aufgrund einer gesteuerten Aktion zugesandt wurde, da uns der gleiche Text vielfach zugegangen ist.

    Wir halten uns an die Leitlinie, Gespräche zum Thema Waffenrecht nicht in aller Öffentlichkeit zu führen, sondern mit den verantwortlichen Politikern direkt zu reden. Mit diesem Verhalten hat sich der Deutsche Schützenbund bei den Entscheidern in Berlin und den Ländern über Jahre hin Vertrauen erworben und wird als seriöser Gesprächspartner angesehen.

    Der Deutsche Schützenbund sucht das Gespräch und den fairen Dialog miteinander; auch mit Politikern die sich sehr kritisch über uns und unseren Sport äußern. Unsere Erfahrung zeigt, dass dieses Vorgehen uns in der Vergangenheit vor weit größerem Ungemach bewahrt hat.

    Sehr kritisch werden aber auch von den dem Schießsport positiv gegenüber stehenden Politikern die Äußerungen aus Schützenkreisen eingestuft, die mit der „Hau-drauf-Methode“ sich Luft verschaffen und die Politiker angreifen. In der Sache schadet uns ein solches Verhalten sehr. (Ich glaube ich brauche Ihnen nicht zu verdeutlichen, was die Politiker denken, denen unser Sport nicht zusagt: diese fühlen sich durch persönliche Beleidigungen oder gar Drohungen nur in ihrer Einstellung bestätigt.) Insofern suchen wir nicht den Schulterschluss zu Personen und Verbänden, die sich gerne dieser aggressiven Diskussionsform bedienen.

    Klar ist auch: Der DSB steht weiterhin und ganz entschieden zu allen seinen Disziplinen, die in unserer vom Bundesverwaltungsamt genehmigten Sportordnung aufgeführt sind. Dies sind neben den Luftdruckdisziplinen insbesondere auch alle Feuerwaffendisziplinen im Kurz- und Langwaffenbereich, also alle Vorderlader-, Kleinkaliber- und auch Großkaliber-Disziplinen. Dies haben wir bereits 2009 so festgestellt und daran hat sich nach wie vor nichts geändert – (http://www.dsb.de/aktuelles/meldung/2842-DSB-steht-zu-allen-seinen-Disziplinen)

    Bereits in der Vergangenheit hat sich der DSB erfolgreich gegen Bestrebungen von Städten (z.B. in Stuttgart, Mannheim, Iserlohn) und Kreisen eine Waffensteuer zu erheben eingesetzt, dies unter anderem mit Hilfe des Gutachtens des Professors Dr. Dietlein, welches auf unserer Homepage eingesehen werden kann. (http://www.dsb.de/media/PDF/Recht/Waffenrecht/Aktuelles/20100725_Dietlein_Gutachten_Waffensteuer.pdf)

    Der DSB wird sich auch in die Diskussion in Bremen einbringen und die Interessen seiner Schützen vertreten.

    Der Deutsche Schützenbund ist sich nicht nur seiner Verantwortung in dieser Gesellschaft und für seine Mitglieder bewusst, er steht zu allen seinen in den Sportordnungen des Verbandes und seiner Landesverbände aufgeführten Disziplinen. Er wird sich weiterhin aktiv, aber sachlich für die Belange seiner Mitglieder und des Schießsports einsetzen. So war es in der Vergangenheit, so ist es heute und daran wird sich auch in der Zukunft nichts ändern.

    Mit freundlichen Grüßen

    Birger Tiemann

    Leiter Öffentlichkeitsarbeit

    Deutscher Schützenbund

  7. Daß sich die Referenten für Waffenrecht und Öffentlichkeitsarbeit beim DSB absprechen ist unabdingbar.
    Daß sie denselben Textbaustein nutzen ist nur die logische Schlußfolgerung daraus.

    Meine obige Analyse des Schreibens von Herrn Kohlheim gilt dementsprechend auch für Herrn Tiemann.

    Schade, daß man von Seiten des DSB seine Schützen weiterhin uninformiert halten will. Schade, daß man den Schützen mit dieser Stillhaltepolitik die Möglichkeit nimmt, sich aktiv ins Geschehen einzubringen.

    Man wird den DSB aber auch an seinen Worten messen müssen. Ich bin gespannt, wie man die „kriegswaffenähnlichen, halbautomatischen Waffen“ aus der „Liste B“ des DSB verteidigen wird. Wie man zu diesen Waffen, die ja unzweifelhaft auch beim DSB nach genehmigter Sportordnung geschossen werden, dann schlußendlich steht.

  8. Habe bis jetzt auch nur o.g. Antwort vom DSB (Herrn Tiemann) erhalten. FWR und BDMP haben noch nicht geantwotet.

  9. Hallo lieber Michael Kuhn,

    es muss sicherlich auch eine Zeitschiene vom DSB genannt werden, bis wann welche Themen, z.Bsp. „Waffenbesitzsteuerabwehr in Bremen ab Januar 2012“, „Liste B Verteidigung seitens des DSB“, abgearbeitet werden.

    Das wäre dann auch echte Informationspolitik seitens des DSB.

    Stillhalten können diese definitiv nicht mehr, denn es ist ja Viertel nach zwölf und das ist allen, auch dem DSB, unmissverständlich klar geworden,hoffe ich jedenfalls.

    Sollen wir da nochmal eine Rund-e-mail gemäss einer gemeinsamen Vorlage starten?

    Viele Schützengrüsse,
    Jörg Rögener

  10. Ich denke daß -vorerst- eine weitere Mail-Aktion unangebracht wäre.
    Man liest hier mit….. 🙂

  11. …und handelt entsprechend, so dass wir morgen ebenso noch unserem Schießsport uneingeschränkt frönen können wie früher und wir vor allem nicht jedes Jahr einen Klein-oder auch Grosskredit aufnehmen müssen für die folgenreiche Waffenbesitzsteuer.

    Als Vorgeschmack auf Kommendes oder nur Fiktion?:

    „Die weiteren Kredite für zusätzliche Zweitwagenschmutzfinksteuer, Motorradrasersteuer,Skiraserurlaubssteuer,zusätzliche Flugreisenschmutzfinkabgasemissionssteuer etc.etc. werden dann ebenso nicht benötigt(ursprünglich war das ab dem 01.01.2014 mal vorgesehen)“.

    Dann wird man uns Sportschützen und Jäger hoffentlich und endlich mal in der Öffentlichkeit loben, für unsere heutige bereits vorhandene Widerstandsfähigkeit in Sachen folgenreiche Besteuerungen.

    In diesem Sinne ein schönes Wochenende von Jörg Rögener!:-)

  12. Herr Kohlheim sagt:
    “[Politiker] fühlen sich durch […] Drohungen nur in ihrer Einstellung bestätigt.”

    Das bezweifle ich. Es ist im Gegenteil erschreckend, wie sehr Waffengegner zu Attentaten einladen. Die Waffengegner handeln ja nicht aus Überzeugung sondern aus Angst.

    Wenn nun ein Waffenverbot zu mehr Anschlagsopfern führt, als es auf der anderen Seite Morde zu verhindern verspricht, dann schwingt die Angst der bisherigen Waffengegner logischerweise in die andere Richtung um, und wir würden von einer Deeskalationsstrategie profitieren.

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