Jul 272011
 

Wenn nicht schnell gehandelt wird: Ja! Genausowenig wie jemals ein Tsunami deutsche Atomkraftwerke überrollen wird, die Atomkraftwerke (nur in Deutschland) wegen eines Erdbebens in Japan aber trotzdem abgeschaltet werden , kann man die Deutschen Sportschützen  als Verursacher der Terrortat in Norwegen ausmachen. Trotzdem sehen sich einige Wichtigtuer aus Politik und Medien gemüßigt, dieses Attentat als Vorwand zu nehmen um das Verbot des Großkaliberschießsports zu fordern. Wenn diese Mechanismen jetzt genauso wie vor kurzem wieder funktionieren, dann „Gute Nacht“ Schießsport. Es sieht ganz danach aus.

Die kommunistische Melonenpartei (außen grün, innen rot), B90/Die Grünen, fordert pietätlos (Leichenfledderer, die Opfer von Oslo sind noch nichtmal beerdigt): «Das Ziel muss sein, dass Sportschützen nicht mehr mit Großkaliberwaffen schießen dürfen»  und weiter:

«Es gibt immer noch zu viele Waffen in Privathaushalten», sagte Wieland. Schätzungen zufolge seien es zehn Millionen Schusswaffen. «Nicht allen Sportschützen geht es ausschließlich ums Zielen und Treffen», sagte Wieland. «Die Vereine sind ein Schirm, unter dem sich auch Waffennarren aufhalten.» Amokläufer und ähnliche Täter hätten häufig zunächst eine legale Ausbildung an Waffen gemacht. «Dazu kommen oft Computerspiele, wo man lernt, auf den Jagdmodus umzuschalten», erläuterte Wieland.

Daß natürlich auch Polizisten und Soldaten eine ausführliche Ausbildung an Waffen bekommen, diese sogar auf Mannziele trainieren dürfen müssen (was dem deutschen Sportschützen bei Höchststrafe -Verlust der Waffenbesitzkarte- verwehrt ist), erwähnt der verkommene Linkspopulist Wieland -wie selbstverständlich- nicht. Jeder Polizist und jeder Soldat, fast jeder ehemaliger Wehrpflichtige, ist besser im Erschießen von Menschen ausgebildet als irgend ein Sportschütze. Das dürften deutschlandweit so etwa 25-30 Millionen Menschen sein. Sind das bessere Menschen als durchleuchtete, überprüfte und ihrer Grundrechte beraubte Sportschützen?

Hier zum nachlesen: Entwaffnung der Sportschützen

Ein sehr guter Kommentar von Benedikt Krainz dazu: „Verbietet die Grünen

Die SPD schlägt sofort und reflexhaft in dieselbe Bresche: Nach den Attentaten von Norwegen fordert Baden-Württembergs Innenminister Reinhold Gall (SPD) ein schärferes Waffenrecht:

«Wir streben ein generelles Verbot für den privaten Besitz großkalibriger Faustfeuerwaffen an», ließ Gall am Mittwoch in Stuttgart mitteilen. Der Minister kündigte eine Bundesratsinitiative an. Ausnahmen solle es nur noch für Jäger geben. 

Und das, obwohl doch das Forum Waffenrecht und Frau Landesoberschützenmeisterin Lange  -angeblich- die Lage „in äußerst sachlicher und sehr guter Atmosphäre“ mit Gall im Vorfeld geklärt hatten: Erstes Gespräch in Stuttgart. Man schreibt:

„Wie kürzlich bereits angekündigt, konnte inzwischen durch die Initiative unseres Vorsitzenden ein erstes Gespräch mit dem Innenminister der neuen Regierung in Baden-Württemberg, Reinhold Gall, MdL, geführt werden.Dieses Gespräch diente einer ersten Kontaktaufnahme und verlief in äußerst sachlicher und sehr guter Atmosphäre. Für die nahe Zukunft wurden Folgegespräche vereinbart. Wir halten Sie selbstverständlich informiert.“ 

Wie beim FWR auf dem Bild zu sehen ist, fand dieses Gespräch zwischen Tür und Angel im Foyer des Stuttgarter Landtags statt, auch gab es diesmal anscheinend keinen Kaffee und Schnittchen. Wie die obige Aussage des FWR vor diesem Hintergrund zu werten ist, bleibt Ihnen überlassen, liebe Leser. So wie es aussieht, wurden Herr Keusgen und Frau Lange einfach – wieder mal – verarscht, so wie eigentlich jedesmal. Aussagen und Versprechen von Politikern ist halt nicht zu trauen.  Ich für meinen Teil hoffe, daß das FWR einen guten Notfallplan für die jetztige Situation hat. Angemahnt wurde er zumindest oft genug.

Wie der eine oder andere Politiker in der Zeit nach Oslo sonst so tickt, können Sie hier lesen: Die Zeit: Warum auch sachlich bleiben.

Naja, vielleicht halten sich ja diese populistischen Politiker, die üblichen Hetzmedien,  zukünftig an das Motto von Falk Heunemann von der Financial Times Deutschland, der da sagt:  „Einfach mal die Klappe halten„.

Vor allem auch bei der monströsen und abscheulichen Berichterstattung ist Zurückhaltung gefordert, die Gefahr von Nachahmern ist groß. Das weiß man zwar in den Redaktionen, aber der alte Leitsatz „only bad news are good news“ und die Gier nach Auflage schaltet bei den Redakteuren oftmals das Gehirn aus. Aber warten wir einfach mal ab, wielange es dauert bis der erste Nachahmer diese Schandtat übertrumpfen will.

Nun, sei’s wie’s will, der Terrorist von Oslo hat auf jeden Fall alle seine Ziele erreicht, er ist in diesen Tagen der bekannteste Mann der Welt, seine Intention, sein „Manifest“ wird überall verbreitet. Der Mann hat 9 Jahre daran gearbeitet, in ein paar Stunden soviele Menschen wie möglich zu töten. Er ist ein Soziopath, etwa 2-3% der Bevölkerung leiden an dieser Persönlichkeitsstörung. Polizisten, Soldaten, Metzger, Politiker, Pfarrer, Journalisten, Sportschützen können betroffen sein, auch Angestellte, Arbeiter, Bettler, Handwerker, einfach jeder. Und jeder, der 9 Jahre an einem Plan arbeitet, wird Möglichkeiten finden, diesen durchzuführen. Jeder. Unausweichlich.

Die Norweger selbst haben keinen Zweifel daran, sie wissen das und deshalb wird man dort das Waffenrecht auch nicht verschärfen. Sie wollen den Täter nicht gewinnen lassen, lassen sich ihre Freiheit nicht nehmen. Einen Gouvernantenstaat, wie wir ihn in Deutschland haben, ist dort undenkbar.

Mal mit den Worten der Grünen zu argumentieren: „Wir müssen begreifen und akzeptieren, dass es in keiner Gesellschaft absolute Sicherheit gibt. Wer den Menschen eine solche verspricht, ist ein verantwortungsloser Scharlatan.“ Da ging es aber um ein anderes Thema, grüne Klientel war betroffen. Erkennen Sie den Widerspruch zum Waffenrecht, liebe Leser?

Diese verabscheuungswürdigen Politiker wollen nur und ausschließlich die Sportschützen „entwaffnen“, weil sie Angst um ihr eigenes Leben haben. Weil sie wissen, wie moralisch verkommen und verdorben sie sind, haben sie einfach nur Angst davor, daß sich irgendwann mal einer an sie heranmacht. So wie der Täter von Oslo dort die Politiker bestrafen wollte, befürchten sie nun auch, eines Tages, für ihre Macht- und Geldgier zuungunsten des Bürgers, abgestraft zu werden. Sie scheinen gute Gründe für diese Angst zu haben. Die illegalen Waffenbesitzer (20-30 Mio. illegale Waffen in Deutschland) scheinen ihr ureigenstes Klientel zu sein, vor denen haben sie keine Angst. Und die Polizei und die Soldaten sollen sie mit ihren Waffen vor uns beschützen. Kranke Denkweise, nicht wahr?

Sie liebe Sportkameraden, sollten dem Herrn Keusgen vom FWR mal eine Mail schicken. Wieder mal. Sie sollten ihn auffordern, endlich das Appeasement gegenüber der Politik zu beenden, einfach mal Klartext zu sprechen statt unnütze „Geheimpolitik“ zu betreiben. Fordern sie ihn auf, das FWR mit den anderen Verbänden wie Pro-Legal und FvLW zusammenzutun.  „Kräfte bündeln“ ist das Zauberwort. Es ist höchste Zeit, etwas gegen das drohende Waffenverbot zu unternehmen. Ob die Herren Keusgen und Ambacher dafür die richtigen sind? Ja. Wenn sie mal von ihrem hohen Ross herunterkommen würden. Wenn sie etwas von ihrer „Macht“ abgeben würden. Wenn sie auf ihre Basis hören würden. Wenn sie Unterstützung annehmen würden. Dann wären sie genau die richtigen. Aber so? Man distanziert sich lieber voneinander. Wo das hinführt kann man jetzt sehr schön sehen. In den Untergang nämlich. Gotteslob 913: Näher mein Gott zu Dir.

oder sogar weniger, bis zur Bundestagswahl,
der daraufhin wahrscheinlich folgenden Zeitenwende für den
Schießsport, die Jagd und das Waffensammeln,
sowie
dem damit verbundenen Verlust Ihrer Freiheitsrechte
und Ihrer Sport- u. Jagdwaffen
(auch der Druckluft- u. Kleinkaliberwaffen)

Michael Kuhn

  10 Responses to “Oslo: Das Fukushima der Sportschützen?”

  1. In Amerika gibt’s ein schönes Sprichwort „A right to carry state is a polite state“. (Ein Staat, in dem man Waffen tragen darf, ist ein höflicher Staat).

    Abgewandelt auf Deutschland, in dem ja bereits der Besitz verboten werden soll, müsste es bei uns heißen: „Ein Staat, der den privaten Waffenbesitz erlaubt, ist ein höflicher Staat“.

    So ein Staat weiss, dass alle Macht vom Volk ausgeht. Er vertraut seinen Bürgern, arbeitet zum Wohl seiner Bürger und hat keine Angst vor seinen Bürgern. Die Schweiz ist so ein Staat und auch die USA. (Beides Republiken)

    Staaten, die ihren Bürgern nicht trauen, sie ohne Anfangsverdacht überwachen wollen, ihnen alle Möglichkeiten der Notwehr nehmen, nennt man Präventions- oder Polizeistaaten. Die DDR war so ein Staat, China und Nordkorea sind es noch. (Oligarchien)

    Wer der englischen Sprache mächtig ist, hier ein 10-Minuten-Geschichtskurs über Anarchie, Republik, Demokratie, Oligarchie und Diktatur. Danach sieht man die Ansprüche der BRD in einem anderen Licht:
    http://www.youtube.com/watch?v=N4r0VUybeXY

  2. Ich bin der englischen Sprache mächtig, daher bitte ich den Verfasser des Pamphlets, sich das „schöne amerikanische Sprichwort “ noch einmal vorzunehmen und etwas Vernünftiges daraus zu machen.

  3. > Diese verabscheuungswürdigen Politiker wollen nur
    > und ausschließlich die Sportschützen “entwaffnen”,
    > weil sie Angst um ihr eigenes Leben haben.

    Dies stimmt so nicht: Winfried Kretschmann fordert Attentate doch geradezu heraus, wenn er auf eine Panzerung seiner Limosine verzichtet.

    Wenn die Waffengegner merken, dass sie zum Ziel von Attentaten werden, bricht auch ihre pragmatische Argumentation zusammen: Waffenverbote oder schon Waffenverbotsforderungen kosten dann nämlich direkt Menschenleben.

    Da können die Verbände noch so sehr mäßigend einwirken: Irgendein Einzeltäter wird sich schon berufen fühlen, etwas zu unternehmen. Und selbst im grünen und pazifistischen Umfeld setzt sich dann vielleicht die Erkenntnis durch, dass auch bei diesem Thema Gewalt nur Gegengewalt erzeugt.

    Also gibt es keinen Grund, sich die Zukunft so schwarz auszumalen.

  4. Wieder mal ein Blog-Eintrag, der mir aus der Seele spricht. Wann wird die Trägheit der deutschen Schützen ein Ende haben ? Niemand hat hinterher das Recht, sich zu beschweren. Ich mache vor Ort mit Leserbriefen, was ich kann.

  5. Michael,

    Du sprichst mir aus der Seele! Als ich das gestern in anderen Medien gelesen habe wurde mein Hals immer dicker.
    Vorschlag: wie wäre es mit einer Sammelklage – je mehr Leute, je besser – gegen diesen Herrn Wieland. Wegen Diskriminierung, Beleidigung und Verunglimpfung etc. Der Mann stellt uns pauschal mit Mördern und Irren in eine Reihe. Und das dürfen wir uns nicht mehr gefallen lassen. Wenn jeder Hinz und Kunz wegen Diskriminierung klagen kann, warum dann nicht auch wir?
    Ich wäre sofort mit dabei! Es reicht jetzt wirklich!

  6. Wer schützt uns vor den verlogenen Politikern?

  7. Klasse geschrieben!
    Danke für deine unermüdliche Arbeit, Michael!

  8. Mein kleiner Kommentar zu den Aussagen Wielands wurde vom Focus wie folgt behandelt:

    Hier die Meinung von Herrn Wieland:

    „Wieland sagte: „Die Vereine sind ein Schirm, unter dem sich auch Waffennarren aufhalten.“ Amokläufer und ähnliche Täter hätten häufig zunächst eine legale Ausbildung an Waffen gemacht. „Dazu kommen oft Computerspiele, wo man lernt, auf den Jagdmodus umzuschalten“, erläuterte Wieland.“

    Und hier die Antwort des „FOCUS“ auf meinen Kommentar:

    „Ihr Beitrag:

    Ich halte die Grünen ebenfalls für einen Schirm. Und zwar einen, unter dem sich weit gefährlichere Narren aufhalten, als sie in einem Schützenverein zu finden sind. Die Aussagen Wielands sind an Frechheit kaum zu überbieten. Es ist einfach nur pietätlos, angesichts dieses fürchterlichen Verbrechens eines Wahnsinnigen mal wieder zu versuchen, seine populistische Ideologie an den Mann zu bringen.

    wurde von uns nach Prüfung durch einen Administrator nicht veröffentlicht.

    Die Gründe, die zu dieser Entscheidung geführt haben können, entnehmen Sie bitte unserer Netiquette. „

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