Feb 112011
 
  • „Wir sind weit davon entfernt, Rache nehmen zu wollen.
  • Wollten wir dies, so würden wir handeln, wie der Täter, der sich für subjektiv empfundene Kränkungen an denen, die er für schuldig hielt, rächen wollte.
  • Es kommt also nicht auf ein bestimmtes Strafmaß an – das ist Entscheidung des Gerichts.

Diese hehren Worte kann man hier auf den Internetseiten des ABW nachlesen. Hört sich doch gut an, oder?

Nun, der Vater des Attentäters von Winnenden wurde verurteilt -stellvertretend für seinen Sohn. Er bekam ein Jahr und neun Monate Freiheitsstrafe „aufgebrummt“ – zur Bewährung.

Das geht dem Herrn Schober aber jetzt immer noch nicht weit genug, er findet das Strafmaß „zu milde“: „Er hätte sich allerdings gewünscht, dass der Vater „auch für eine gewisse Zeit ins Gefängnis gemusst hätte“. Durch eine Gefängnisstrafe hätte der Vater des Amokläufers für seine Mitschuld auch Buße ableisten müssen, sagte der 51-jährige Schober am Donnerstag.“ Auch hier im Video, ab 00:52

Sie sehen, liebe Leser, auch ein Herr Schober verhält sich nur allzu menschlich, wenn es um die Befriedigung seiner persönlichen Rache geht. Und da diese Befriedigung nicht erfolgt ist (weil niemals erfolgen kann)  geht sein Kampf eben weiter. Jetzt um so stärker gegen das Tatmittel Waffe. Verkennt dabei, daß das Tatmittel nicht der Täter ist, verdreht und ignoriert sogar alle verfügbaren Fakten. Armer Mensch.

Arm, aber gefährlich. Sein „offener Brief“ zeigt, wohin der Weg gehen soll: Die Vernichtung unseres Hobbys.

Anstatt sich auf die anderen -unzweifelhaft wichtigere- Ziele des ABW zu konzentrieren, die da wären:

  • Vorbeugende Tätigkeit um eine Wiederholung eines Amoklaufes zu verhindern.
  • Unterstützung der Opfer und Angehörigen, sowie aller traumatisierten Schüler, Lehrer, Helfer und Betroffenen von Winnenden und Wendlingen.
  • Eltern zu sensibilisieren, dass Sie in der Aufsichtspflicht ihrer Kinder nachkommen im Umgang mit Computerspielen mit gewaltrelevantem Inhalt.
  • Keine Verherrlichung der Gewalt in den Medien.
  • Keine Heroisierung der Täter.
  • Einführung einer Gewaltenquote im Fernsehen bzw. den Medien.
  • Besserer Jugendschutz im Internet.
  • Gewaltprävention an Schulen.

verbündet er sich lieber mit einer Waffenfirma (deren Ziel alleinige Marktbeherrschung ist) und nimmt deren Judaslohn dankend an. Man hat ja Lebenshaltungskosten (als angestellter Geschäftsführer), die bei Konzentration auf die anderen Ziele des ABW (dann wohl ohne Armatix) wahrscheinlich nicht hereinkommen würden………

KeineWaffen.de verweist dazu auf die Synergieeffekte.

Pro-Legal hat auf den „offenen Brief“ geantwortet. Mit  der Frage an Herrn Schober: „Löst ein Verbot von Waffen wirklich unser gesellschaftliches Problem ?“

Armatix – ABW – Quellsysteme 

Michael Kuhn 

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