Aug 192010
 

In der Waffenbranche sollte man mittlerweile wissen, wie abstrafend die Sportschützen und Jäger auf die Armatix-Pseudo-Sicherheits-Idee  reagieren. Mit Boykott nämlich. Umso unverständlicher ist es, daß ein renommierter Hersteller von Sport- u. Jagdwaffen, Anschütz, sich diese zu eigen macht und zusammen mit Armatix deren „Target Control System“ (große Datei von SV „Roland“) nun in ihren Jagd- u. Sportwaffen verbauen will.

Ernst Krenkel von Backyard Safari hat einen schönen Artikel dazu geschrieben, ebenso Thomas Richter. Im großen und ganzen wird in diesen Artikeln alles dazu gesagt, bitte lesen! Die Schützen und Jäger haben bereits reagiert und tauschen sich darüber rege in Ihren Foren aus. Ich denke, es wird keine Woche dauern, bis das zum Flächenbrand wird.

Ich hoffe nur, daß Jochen Anschütz –auch aufgrund nationaler und internationaler Proteste– bald erkennt, welcher Fehler es ist, mit Armatix ins Bett zu steigen. Er ist eigentlich ein sehr sympathischer Mensch und steht mit beiden Beinen fest im Leben. Deshalb denke ich, daß er seinen Fehler einsieht und diese Zusammenarbeit bald beendet sein wird. Damit der Schaden für die Firma nicht zu groß wird. Daß Schaden entsteht ist unzweifelhaft, ein Gewinn zum derzeitigen Zeitpunkt mehr als ungewiß.

Es tut mir sehr leid, daß es jetzt ausgerechnet Anschütz getroffen hat. Muß aber sagen, die Situation wäre vermeidbar gewesen! Informationen zum zweifelhaften Geschäftsgebaren und der Sicherheitsideologie dieser Firma gab es zuhauf, auch hier bei GunTalk.de .

Dies soll aber auch ein Hinweis und Mahnung an andere Hersteller, die Verbände und Händler sein. Spielt nicht mit den Schmuddelkindern! Davon bekommt man Magenschmerzen, ganz sicher. Und das möchte man doch vermeiden, oder? Dies gilt auch für ausländische Betriebe und Schulen, z.B.: Die Höhere technische Bundeslehranstalt Ferlach arbeitet Armatix zu.

Michael Kuhn

 Posted by at 15:34

  11 Responses to “Gier frißt Hirn? Oder nur unüberlegtes Handeln?”

  1. Mein Name ist Lutz Belger und ich bin bei der Firma „Armatix“ als Sales Manager beschäftigt. Im Zusammenhang mit der Vorstellung der Technologie Target Control von Armatix und Anschütz kam es in gewissen Foren unteranderen auch in diesem von Hr. Michael Kuhn, zu Meinungsäußerungen wo wir die Verantwortlichen beider Firmen sich fragten, wie die Schreiber und Kritiker darauf kommen. Da Hr. Kuhn ebenfalls Veröffentlichungen tätigte die jeder Grundlage entsprachen, entschied ich mich, ein persönliches Gespräch mit ihm zu suchen, was auch am Rande der deutschen Meisterschaft in München geschehen ist. Das Gespräch mit Hr. Kuhn was sehr sachlich und konstruktiv. Zu den Behauptungen welche er in seinem Forum gegen Armatix und Anschütz aufstellte, gab er zu diese nur vom hören / sagen zu kennen. Ich legte Hr. Kuhn klipp und klar die Strategie der Firma Armatix dar. Hr. Kuhn gab mit gegenüber zu verstehen, das ihm die Strategie und die Ausrichtung der Firma „Armatix“ nicht bekannt war und er sagte mir zu, das er eine Gegendarstellung veröffentlichen wollte. Ich habe ihm dazu entsprechende Stellungsnahmen von Armatix zur Verfügung gestellt. Bis heute hat sich Hr. Kuhn nicht an sein Wort gehalten. Wahrscheinlich hat Ihn der Mut verlassen. Es zeugt von Größe einen Fehler den man gemacht hat, einzugestehen. Da Hr. Kuhn sich nicht an sein Wort hält, habe ich mich entschieden die Fakten selbst in seinen Block zu veröffentlichen.
    Zur Sache:
    Im Zuge der Entwicklung unserer eigenen Pistole Smart Gun Modell Armatix iP1 im Kaliber 22l.r., wurden spezifisch für diese Waffe mehrere Module wie z.B. Laser, Kamera, Fingerprint entwickelt. Die Module werden dabei über eine in der Waffe integrierte Schnittstelle aufgesteckt und gleichzeitig mit Spannung versorgt. Es wurde unsererseits parallel das sogenannte TargetControl entwickelt, ein System was es den Nutzer nur erlaubt in eine vorher festgelegte Richtung zu schießen. Z.B. auf einen Schießstand in Richtung der Scheibe. Dazu wird in Richtung des Ziels ein Sender installiert. Dieser gibt ein ständiges verschlüsseltes Signal ab, der die Waffe nur dann freischaltet wenn der Nutzer die Mündung in Richtung Ziel hält. Dieses System, TargetControl, kommt eigentlich aus dem militärischen Bereich, und wird weltweit bei führenden Herstellern, Militärs und Forschungsinstituten entwickelt und getestet. Damit soll das Problem des sogenannten „Friendly Fire“ bei Soldaten im Kriegseinsatz ausgeschlossen werde. Bis zum heutigen Tag sind in Afghanistan und Irak fast 300 Soldaten durch das „Friendly Fire“ der Koalition um das Leben gekommen. Auf dieses System wurde der internationale Biathlonverband aufmerksam, der Alternativen sucht, das Schießen auf Schießständen im Zusammenhang mit dem Biathlonsport sicherer zu machen. Wie Sie wissen gibt es in den Biathlonstadien keinerlei Schutzblenden wie bei herkömmlichen Schießständen die bei versentlicher Schußabgabe das Projektil auffangen. Gleiches gilt bei Veranstaltungen in Stadien wie z.B. der Biathlon auf Schalke, der auf Grund der erheblichen Sicherheitsbestimmungen in diesem Jahr mit Laserwaffen geschossen werden soll. (und diese Waffen kommen nicht aus dem Hause Armatix) Um dieser Anfrage gerecht zu werden, haben wir uns mit der Firma Anschütz, Weltmarktführer bei der Herstellung von Biathlongewehren zu einer Kooperation zusammengetan, um die Machbarkeit einer solchen Technik im Rahmen des Biathlonsport zu untersuchen und zu entwickeln. Gleichzeitig ist ein zweiter Hersteller aus Russland auf uns zugekommen, um uns davon zu überzeugen die Entwicklung mit deren Firma zu realisieren. Da wir als deutsche Firma ausschließlich zu 100% in Deutschland produzieren, damit Arbeitsplätze entstehen und gesichert werden, ist die Einstellung unserer Firma eindeutig, das wir uns mit der Entwicklung und Produktion zum Standort Deutschland mit den hier ansässigen Unternehmen bekennen. Und Sie können versichert sein, das die russische Firma unterstützt vom russischen Staat ein sehr hohes Kapital mit eingebracht hätte. Nachdem beide Firmen die ersten 2 Prototypen entwickelt hatten, wurde diese nationalen und internationalen Schießsport- und Jagdverbänden, Behörden und anderen Herstellern der Branche weltweit vorgestellt. Das Feedback und die Resonanz waren überwältigend. Bei den Sportschützen, Verbänden auf Nationaler und internationaler Ebene sieht man diese Technologie als einen Schritt das Sportschießen für Kinder und Jugendliche im Anfängerbereich sicherer zu machen und im Zusammenhang mit dieser Technologie die eventuelle Möglichkeit der schrittweise Aufhebung der Altersbegrenzung nach unten zu realisieren. Das würde bedeuten, dass Kinder und Jugendliche vielleicht wieder ab 10 Jahren mit einer Kleinkaliberwaffe schießen können. Natürlich ist dies ein langer und mühsamer Weg wo es die Hilfe und der Zusammenarbeit aller bedarf, uns als Industrie und Hersteller, Verbände wie Jäger, Sportschützen, vor allen Dingen auch der Presse und den Medien. Weiter haben wir mit diesem System ein Argument gegenüber Eltern, Waffengegnern- und Kritikern die auf Grund von Ängsten der Gefahren welche angeblich mit dem Sportschießen und dem Privatbesitz von Waffen verbunden sind, diese zu nehmen. Es ist nicht unser Ziel alle Waffen mit diesem System auszurüsten, was technisch auch nicht möglich ist, sondern es soll rein als Alternative für das Anfängerschießen im Kinder und Jugendbereich gelten und damit einen erhöhten Grad an Sicherheit schaffen. Während der 50. Weltmeisterschaft im Sportschießen in München und der nachfolgenden Deutschen Meisterschaft im Sportschießen haben wir dieses Biathlongewehr mit integrierter TargetControl erstmals der breiten Öffentlichkeit vorgestellt. Auf Grund des vorangegangenen internationalen positiven Feedbacks hatten wir uns entschlossen, eine Studie in den Flyer einzuarbeiten, der dieses System im Jagdbereich zeigt. Da wir wissen, dass mehrere nationale und internationale Unternehmen daran bereits forschen (Friendly Fire) wollten wir testen wie der Endverbraucher auf ein solches System reagiert, wenn es für den zivilen Jagdbereich (Hunting Control System)angeboten wird. Ich betone nochmals, weder von uns noch von Anschütz wurde ein solches System bisher in ein Jagdgewehr integriert. Die Vorstellung geht unsererseits dahin, gerade bei Drück- und Bewegungsjagden den Teilnehmern (auch Hunden) einen Sender anzustecken, der ein ständiges Signal abgibt. Jäger welche Waffen mit integrierter TargetControl ausgerüstet sind, werden dann gewarnt, wenn sich ein sogenannter „Freund“ im Schussbereich der Waffe befinden. Dies kann nach unseren Entwicklungsstand über folgende Techniken geschehen:
    1. Der Jäger wird mittels eines optischen Signal (z.B LED) gewarnt, „Vorsicht Freund im Schussbereich“ Die Waffe bleibt immer scharf.
    2. Der Jäger wird mittels eines Impuls gewarnt (z.B. Vibrieren des Schaft): „Vorsicht Freund im Schussbereich“ Die Waffe bleibt immer scharf
    3. Die Waffe schaltet sich automatisch ab, sobald der „Freund“ den Sendebereich der Schusswaffe betritt. (Gleiches System wie beim Biathlongewehr)
    4. Es wäre auch möglich beide Systeme zu verbinden, so dass der Nutzer über die Anwendung selbst entscheidet. Das System hat für die Aktivierung mehrere Möglichkeiten, entweder über eine Uhr oder direkt an der Waffe, oder auch beide Systeme zusammen.
    Ich möchte Ihnen ein Beispiel für den Einsatz der von mir dargestellten Technologie aufzeichnen, geschehen vor ca. 6 Wochen:
    Der Mais soll zweieinhalb Meter hoch gestanden haben. (Foto: picture-alliance/ dpa/dpaweb Eine Treibjagd im baden-württembergischen Schwörstadt ist für zwei Männer tödlich geendet. Ein 71 Jahre alter Jäger schoss von seinem Hochsitz aus versehentlich auf einen 39-Jährigen und tötete ihn, teilte die Polizei mit. Der Getroffene war in einem Maisfeld und sollte als Treiber das Wild aufscheuchen. Er war sofort tot. Der Schütze war so geschockt, dass er die Waffe anschließend gegen sich selbst richtete. Er erschoss sich in seinem nahe gelegenen Wohnhaus. Die Polizei nahm Ermittlungen auf, sagte ein Polizeisprecher in Lörrach. Geprüft werde, ob die für eine Treibjagd geltenden Sicherheitsvorschriften beachtet wurden. Bislang gebe es keine Hinweise darauf, dass dies nicht der Fall gewesen sei. An der abendlichen Treibjagd hatten zwölf Freizeitjäger teilgenommen. Drei Helfer waren als sogenannte Treiber eingesetzt. Geschossen werden sollten Wildschweine. Der Mais stand den Angaben zufolge zweieinhalb Meter hoch. Es war demnach schwer zu erkennen, was sich in dem Feld bewegte. Die Treiber waren ordnungsgemäß mit roten Warnjacken ausgerüstet, hieß es. Nach dem Tod des 39-Jährigen sei die Jagd sofort abgebrochen worden. Im allgemeinen Trubel habe sich der 71 Jahre alte Schütze in sein Auto gesetzt und sei nach Hause gefahren, wo er sich selbst tötete. dpa
    Sie wissen, dass es im Zusammenhang mit der Jagd immer wieder zu tragischen Unfällen kommt. Jedes Vorkommnis in diesen Zusammenhang gibt den Kritikern von privaten Waffenbesitz, der Jagd und dem Sportschießen immer mehr Wasser auf die Mühlen.
    Ich betone nochmals, die bei der WM im Sportschießen vorgestellte „Hunting Control System“ ist lediglich eine Idee/Diskussionsgrundlage für Einzelgespräche, um die Resonanz für den jagdlichen Bereich zu testen. Und die Resonanz war sehr, sehr positiv. Gerade auf internationaler aber auch nationaler Ebene. Für den Bereich Jagd gibt es bei Armatix zurzeit keinerlei Anstrengungen dieses System zu realisieren. Wir sehen höhere Marktchancen im militärischen und sportlichen Sektor. Die Firma Armatix sieht andere Entwicklungen mit großer Sorge. Das sogenannte Schießen mit Lasertechnologie. Der moderne Fünfkampf der vorher mit KK, dann mit LP geschossen wurde, wird erstmals während der Olympischen Spiele 2012 mit Laser geschossen. Gleiches gilt wie oben bereits geschildert auch für den Biathlon auf Schalke. Wenn sich diese Technologien durchsetzen, dann wird in Zukunft das sportliche Schießen sei es Freie Pistole, Revolver, Dreistellungskampf und viele andere Disziplinen vielleicht auch mit Laser geschossen. Man braucht dafür keine Schießstände, es gibt keine Probleme mit Lärmbelästigung, es gibt keine Verunreinigungen durch Blei und wie sehr viele Kritiker immer forcieren; „Es geht absolut kein Gefährdungspotential davon aus“. Armatix steht für das Schießen mit scharfen Schuss und wir denken wir haben mit dem System „Target Control“ eine Alternative auf den Weg gebracht, die den Kritiker den Aspekt der Sicherheit widerlegt. Wir entwickeln, produzieren und forschen global denkend für den weltweiten Markt, jedoch nicht mit den Hintergedanken, dies über politische Entscheidungsträger und der Gesetzgebung in den zivilen, deutschen Markt zu drücken. Die Firma Armatix steht mit ihren Waffensicherungen für eine Alternative Waffensicherung zum Tresor (Nicht zusätzlich zum Tresor). Wir sind der Meinung dass ein Armatixsicherungssystem einen gleichwertigen wenn nicht höheren Sicherungsgrad zum Tresor bietet. Zusätzlich hätte der Nutzer eine Sicherung während des Transport, bei Übernachtungen im Hotel usw. Wäre es nicht gerade für einen Jäger schön, wenn er die Möglichkeit hätte seine wertvolle Jagdwaffe gesichert mit einen innenliegenden Waffensicherungssystem an die Wand zu hängen, natürlich noch mit einer Sicherungsmöglichkeit gegen Wegnahme? Jedoch schreibt das deutsche Waffengesetz ein umschlossenes Behältnis für die Sicherung von Waffen vor. Wir werden in Bezug auf unsere Entwicklungen ständig in irgendwelche Foren angegriffen. Es gibt Fachzeitungen und Kritiker die sich erlauben diese Entwicklungen in Frage zu stellen ohne jemals sagen zu können: 1. Ich habe es gesehen 2. ich habe mit einen Verantwortlichen von Armatix gesprochen 3. ich kenne die Ziele und Absichten Wir stellen uns in einer Vielzahl von Messen und Veranstaltungen, zuletzt bei der WM und DM im Sportschießen dem Endverbraucher um unsere Produkte vorzustellen und zu promoten. Dort und nur im Gespräch mit dem Verbraucher sehen wir was der Markt wünscht, und wonach wir unsere Firma ausrichten müssen. Kein Unternehmer wird Geld in Technologien investieren, wenn es keinen Markt dafür gibt, es sei denn er möchte Geld verbrennen. Kein Kritiker aus verschiedenen Foren oder anderen Bereichen ist jemals persönlich zu uns gekommen und uns persönlich nach unseren Zielen und Ausrichtungen der Firma „Armatix“ befragt. 99% aller schreiben anonym und glauben alles zu wissen, stellen Behauptungen auf ohne jegliches Background Wissen. Wir stehen und unterstützen unsere Sportschützen, Jäger, Händler und allen anderen Waffenbesitzer, suchen den Dialog mit Ihnen um auf Ihre Bedürfnisse einzugehen und zu reagieren. Was zum Beispiel derzeit in Baden Württemberg mit der geplanten Waffensteuer, den verdachtsunabhängigen Kontrollen usw. passiert, verurteilen wir und versuchen unterstützend zu helfen. Dies bedarf der Zusammenarbeit von allen, uns als Industrie und Hersteller, Verbänden sowie auch den Medien und der Presse. Wir sind offen für Vorschläge und Kritik, wenn sie angebracht und konstruktiv ist. Jeder soll seine Meinung, ob positiv oder negertiv, kundtun wenn sie sachlich dargelegt wird.
    Lutz Belger -Sales Manager-

  2. Sehr geehrter Herr Belger,

    die hier beschriebenen Intensionen der Firma Armatix in allen Ehren, aber Ihre Firma hat sich selber durch sehr üble Kommentare bei Fernsehdiskussionsrunden oder auf der IWA nach Winnenden selber disqualifiziert.
    Zitat Bernd Dietl: „Mit unseren Produkten wäre das so nicht passiert!“
    Dies wurde auf der IWA unmittelbar nach dem Amoklauf von Winnenden gesagt!

    Die Firma Armatix versucht oder hat versucht, das Produkt Quicklock über die Gesetzesschiene zur Pflicht für jeden Waffenbesitzer in Deutschland zu machen.
    Sie haben einen Rechtsstreit nach dem anderen gegen die Fachmedien angestrengt, anstelle sich für die Tests zu bedanken und daran zu arbeiten die Fehler zu beheben.

    Und da soll man Ihren Intensionen, warum Sie die SmartGun Technologie und das Target Control System entwickelt haben noch glauben Schenken?

    Sie wissen har genau, dass das Mindestalter nicht herabgesetzt wird. Viel eher würde der Gesetzgeber Ihr Technologie zur Pflicht machen und so den legalen Waffenbesitz komplett den gar ausmachen.

    Und mal ehrlich, der einzige Grund, weshalb 2012 bei Olympia mit Laserpistolen geschossen wird ist, dass Freunde wie das Aktionsbündnis Amoklauf Winnenden, denen Ihre oberster Chef ja zur Stiftungsgründung geholfen hat, und die IANSA nachhaltig dafür gesorgt haben, dass in Groß Britanien keine Kurzwaffen mehr erlaubt sind.
    Solche Ideologen sind der Grund, weshalb britische Sportschützen im benachbarten Ausland trainieren müssen.

    Sorry, ich glaube Ihnen, Ihrem Unternehmen und der Firma Anschütz kein Wort.

  3. Werter Armatix Sales Manager,

    „Wir sehen höhere Marktchancen im militärischen und sportlichen Sektor.“

    aus Sicht eines Sportschützen kann ich Ihnen sagen dass mir im Laufe meiner Sportschützenlaufbahn noch kein Fall von „Friendly Fire“ auf dem Schießstand untergekommen ist. Dafür sorgt nämlich vor allem die Standaufsicht die meist ehrenamtlich aufpasst, dass die Waffe in die richtige Richtung gehalten wird. Hierfür brauche ich keinerlei (sicher nicht ganz billige) elektronische Sicherungsvorrichtung, da ich, nicht zuletzt in meiner Sachkundeprüfung, nachweisen musste, dass ich mit der Waffe verantwortungsvoll umgehe.

    „Wir sind der Meinung dass ein Armatixsicherungssystem einen gleichwertigen wenn nicht höheren Sicherungsgrad zum Tresor bietet.“

    Wobei man natürlich „je Waffe“ zur Kasse gebeten wird. Ich muss Ihnen ehrlich sagen, daß ich das Argument verbesserte Sicherheit hier nicht glauben möchte. Das Argument „Umsatz“ dürfte wohl bei den Überlegungen die größere Rolle spielen. Machen wir uns nichts vor, Sie sind Vertreter eines Unternehmens dessen Ziel es ist Umsatz bzw. Gewinn zu erwirtschaften.

    „Wir entwickeln, produzieren und forschen global denkend für den weltweiten Markt, jedoch nicht mit den Hintergedanken, dies über politische Entscheidungsträger und der Gesetzgebung in den zivilen, deutschen Markt zu drücken.“

    Zitat:

    http://www.cducsu.de/Titel__modifizierung_des_waffenrechts_als_konsequenz_der_amoktat_von_winnenden/TabID__6/SubTabID__9/InhaltTypID__3/InhaltID__13062/Inhalte.aspx

    Durch die geänderte Verordnungsermächtigung in § 36 Absatz 5 WaffG wird dem Verordnungsgeber ermöglicht, Anforderungen an technische Sicherungssysteme zur Verhinderung einer unberechtigten Wegnahme oder Nutzung von Schusswaffen, die Nachrüstung oder den Austausch vorhandener Sicherungssysteme bei Waffenschränken sowie die Sicherung der Schusswaffe mit mechanischen, elektronischen oder biometrischen Sicherungssystemen in einer Rechtsverordnung zu regeln.

    Ich glaube sehr wohl dass Sie nur unser Bestes wollen nämlich das, wovon wir nun mehr netto vom brutto haben.

  4. Armatix will doch gar keine Smart Guns oder Target Control Guns verkaufen.

    Sie wollen Schützen und Jägern doch nur helfen, ihre Waffen ausserhalb des Safes sicher zu lagern.

    Nicht zu glauben?

    Doch hier steht das in der Antwort von Herrn Belger auf meinen Leserbrief im Waffenmarkt-Intern:

    http://www.triebel.de/2010/Leserbrief-Atix.pdf

    Und ich haben dem Konzern soviel Böses vorgeworfen. Dabei sind die doch ganz (un)schuldig 😉

    Gruß

    Katja Triebel

  5. Sehr geehrter Herr Belger, Ihre bzw. die Intentionen Ihrer Firma hätten Sie mir gerne auf der IWA 2010 mitteilen können. Dort wurde ich jedoch auf Nachfrage nach Klärung zu gewissen Zusammenhängen brüsk vom Stand „geschmissen“. Wenn ich „keine Fragen zu den Produkten hätte“, „solle ich gehen!“. Das tat ich.
    Wenn Ihre Ziele derart ehrenwert (gewesen) wären und sind, dann würde ich Ihnen dringend raten dies eindeutig zu kommunizieren. Bis dahin darf ich Sie auffordern bei zukünftigem Verweisen auf die Unterstützung Ihrer Firma auf „unsere Sportschützen“ meinen Namen explizit davon auszunehmen („…unterstützen unsere Sportschützen, mit Ausnahme des Herrn Weiss…“).
    Der Schießsport hat in den letzten 150 Jahren keine Armatixprodukte benötigt, genausowenig, wie es in den letzten 150 Jahren Schulattentate vor Erfurt gab. Sollten Sie wirklich Engagement zeigen und Ihren bisherigen Ruf sanieren wollen, so befindet sich Armatix hier in einer Bringschuld. Weinerliche „Klarstellungen“ auf Blogs helfen da nicht weiter. Den legalen Waffenbesitz unterstützende Organisationen wie proLegal oder FVLW sind jedoch sicher dankbar für jede finanzielle „Quell…“
    Mit freundlichen Grüßen

  6. Wenn es keine deutsche Firma wäre, könnte man in Anknüpfung an die gute alte Sponti-Zeit (ja, wir ändern uns alle) sagen „Armatix go home!“.
    Diese These von der Diskussionsgrundlage oder vom an die Wand hängen (sorry, DARAUF wäre ich nicht gekommen) glaube ich nicht. Ich find’s gut, dass es Blogs und Foren und all das andere gibt. Und der Macher von Tetra Gun, von dem ich kein Geld beziehe und den ich auch gar nicht kenne, hat jedenfalls Schneid, sich so klar zu positionieren.

  7. Sehr geehrter Herr Belger,

    wie hoch ist die Versagenswahrscheinlichkeit des Systems?

  8. Herr Belger, der mittlerweile nicht mehr für Armatix arbeitet, hatte im September 2010 geschrieben, dass Armatix keinen Einfluss auf Lobbyisten nimmt. http://www.triebel.de/2010/Leserbrief-Atix.pdf

    Ich hatte damals schon meine Zweifel bzgl. der Schweiz, Österreich und Deutschland.

    Jetzt ist es amtlich:
    Mit der Hilfe eines Nationalrates wollte eine deutsche Firma vom Kampf um die Waffeninitiative profitieren, wie vertrauliche Dokumente zeigen.
    …Die Produkte von Armatix sollen Pistolen und Gewehre vor Missbrauch schützen. Die Sicherungen scheinen wie gemacht für ein Land, dessen Einwohner Millionen von Feuerwaffen besitzen – ganz besonders im Vorfeld der Waffeninitiative, die den Missbrauch verhindern will.
    http://www.handelszeitung.ch/artikel/Unternehmen-Geheimprotokoll-des-Gardisten_836121.html

    Und mittlerweile erkennt auch die deutsche Presse die Verknüpfung:

    Der Tagesspiegel vom 10.02.2011: Waffenfirma hat Einfluss im Opferbündnis
    http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/waffenfirma-hat-einfluss-im-opferbuendnis/3810996.html

    Das Aktionsbündnis Winnenden setzt sich für eine Verschärfung des Waffenrechts ein. Öffentlichkeitswirksam werden Waffenverbote und Sicherungen von Waffen gefordert.

    Nach Recherchen des Tagesspiegels ist ein Waffenhersteller in diesem Aktionsbündnis vertreten, für dessen biometrisch und elektronisch gesicherte Schusswaffen das Bündnis indirekt Werbung betreibt.

    … Unverhohlen fordert das Aktionsbündnis in einem jetzt veröffentlichten offenen Brief eine gesetzliche Pflicht für deren biometrische Sicherungssysteme, wirbt sogar offen für den Hersteller, der quasi das Monopol auf diese Technologie hat.

  9. Nun,
    Herr Belger ist ja noch hier angemeldet.

    Vielleicht äußert er sich nochmal dazu? 🙂

    Wo er sich doch so sehr angestrengt hat, für Armatix. Und jetzt zum Dank entlassen?

  10. Hallo Herr Kuhn,

    nach langer Zeit habe ich Ihren Blog wieder einmal besucht und möchte mich natürlich gern nochmals äußern. Ich wurde NICHT von Armatix entlassen, sondern habe selbst bei Armatix gekündigt. Ich konnte mich nicht mehr mit den Zielen rund um die Geschäftspolitik von Armatix identifizieren und habe mich deshalb entschlossen, selbst meine Arbeitsvertrag mit Armatix zu beenden, wie andere ehemalige Mitarbeiter von Armatix auch. Ich habe in der letzten Ausgabe von „Visier“ in einen Leserbrief auch klar Stellung zum Lobbyismus von Armatix bezogen. Da ich mich derzeit mit Armatix in einem Rechtsstreit bezüglich Arbeitsrecht befinde ist es im Moment besser keine weiteren Kommentare meinerseits abzugeben. Sobald dieser Rechtsstreit entschieden ist, werde ich mich gern nochmals zu verschieden Dingen äußern und dies natürlich auch mit Beweisen untermauern. Gern können Sie mich vorab kontaktieren, meine privaten Rufnummern haben Sie ja.

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