Aug 142010
 

Ein im höchsten Maße volksverhetzender Artikel ist heute bei Zeit-Online  (gestern in der Printausgabe) erschienen: „Waffengesetz: Schießen ist kein Menschenrecht„. Autor ist der Waffenhasser und Linkspopulist Roman Grafe (bitte allen Links folgen).

Ich dachte nicht, daß in Deutschland jemals wieder eine Bevölkerungsminderheit durch Medienberichterstattung dermaßen diskreditiert werden würde. Grafe weckt negative Emotionen, wir Sportschützen werden erneut als potentielle Mörder und Attentäter dargestellt: „Potenzielle Täter vom Typus Robert S. werden ihre Sportwaffen ordnungsgemäß aufbewahren und dies auch kontrollieren lassen – bis zum Beginn der Wahnsinnstat.“ Und weiter: “ Wer erlaubt, dass tödliche Schusswaffen millionenfach als Sportgeräte verteilt werden, muss damit rechnen, dass diese Waffen zum Morden benutzt werden„.

Eine Presseerklärung von Grafe beeinhaltet folgenden Wortlaut: „“Das Waffengesetz ermöglicht bis heute rund zwei Millionen Sportschützen, jederzeit ein ähnliches Massaker wie in Erfurt und Winnenden anzurichten

Diese Aussagen erfüllen den Tatbestand der Volksverhetzung mehrfach, sowohl vom Autor selbst als auch der Zeitung als verbreitendes Medium. Wie lange wollen wir uns das noch gefallen lassen?

Grafe lügt unter anderem bei seinen Ausschweifungen über das englische Waffenrecht, nichts davon ist wahr:

Auszug aus Wikipedia:

„Die Waffengesetze von Großbritannien zählen zu den schärfsten der Welt. Der Amoklauf von Hungerford (1987) führte zu einem Verbot von halbautomatischen Gewehren. 1996 wurden dann 15 Kinder und ihr Lehrer in Dunblane (Schottland) erschossen. Dieses führte zu einem Totalverbot von Kurzwaffen.

Trotzdem stieg die Zahl von Straftaten mit Schusswaffen seit 1996 von 14.000 auf 21.500 in der Periode 2005/2006. Zwar blieb die Zahl der Toten mit ca. 50 konstant. Mordversuche und Verletzungen stiegen jedoch um 50 % an. Damit hatte Großbritannien eines der härtesten Waffengesetze der Welt, konnte aber nicht den Anstieg der Straftaten mit Schusswaffen stoppen. 2006 wurden die Gesetze nochmals verschärft und unter anderem für illegalen Waffenbesitz eine Mindeststrafe von 5 Jahren Gefängnis eingeführt.“

Das gab’s schonmal, daß Lügen und Falschaussagen in gewissen Zeitungen zur Diskriminierung und Hetze gegenüber einer Bevölkerungsgruppe genutzt wurden. Nun, es scheint wieder so weit zu sein. Geschichte unterliegt dem Zwang, sich selbst -immer und immer wieder- wiederholen zu müssen. Weil es genügend Menschen vom Schlage eines Herrn Grafe gibt. Und genügend andere, die das nicht merken.

Sportschützen Stigmatisierung

Laden Sie sich das Bild herunter, lassen Sie es sich auf ein T-Shirt drucken (z.B. hier für 3,33€) und zeigen Sie damit, daß Sie nicht länger mit dieser Medienhetze einverstanden sind. Insofern verzichte ich für einen privaten Druck auf mein Copyright.

Michael Kuhn

 Posted by at 15:29

  6 Responses to “Volksverhetzung – wie früher………”

  1. Als sehr störend empfinde ich die Scheinheiligkeit vieler Legalwaffengegner. Sie zeigen auf Waffenbesitzer, die sich nichtmal Trunkenheit am Steuer leisten dürfen und rasen selbst mit 40 durch verkehrsberuhigte Bereiche, wo sie jederzeit ihre eigenen oder Nachbars Kinder umbringen könnten. Gefährlich sind aber nur wir, die tickenden Zeitbomben, die Untergrundarmee kurz vor dem blutigen Putsch. Schon klar.

    Allerdings stößt mir das Bildchen auch sauer auf. Muss sich heutzutage denn jede Gruppierung zu den „Juden des 21. Jahrhunderts“ erklären?

  2. Hier „Godwins Law“ zu beschwören ist nicht angebracht.

    Die Aussage der Grafik ist folgende:

    „Achtung, hier kommt ein von den Medien und der Politik (auch von den Kirchen!) als potentieller Mörder und Terrorist stigmatisierter Sportschütze.
    Bin ich wirklich ein potentieller Mörder und Terrorist? Seht Ihr, die Ihr das lest, es genauso wie die Medien, die Politik, die Kirchen?
    Könnt Ihr euch an die jüngere Geschichte erinnern? So fängt es an. Geschichte wiederholt sich. Wacht auf!“

    Mehr ist da nicht dahinter. Aufrütteln zum Nachdenken. Geht bei der heutigen Reizüberflutung nur noch mit mehr oder minder großen Provokationen. Leider.

    Das sollte aber jeder, der dieses Blog sorgfältig gelesen hat, erkennen können.

  3. Herrlich selbstentlarvend sind aber die z.T. moralinsauren Rechtfertigungen dieses Blättchens an den Stellen, an denen sie in den Kommentaren Zensur üben.

  4. Volksverhetzung erkennen ist eine Sache.
    Sie juristisch durchsetzen eine andere.

  5. Gegen Grafe wurde Anzeige wegen Volksverhetzung erstattet. Stand im letzten pro Legal- Newsletter. Auch wenn die politzahme Richterschaft die Klage abweisen sollte – Genugtuung ist es allemal. :-)))

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