Jul 282010
 

Wenn man diese Schlagzeile liest, kommt man als Leser unweigerlich zum Schluß, daß da eine krumme Sache am Laufen ist und die Waffenbesitzer Dreck am Stecken haben müssen. Weshalb sonst eine Razzia?

Daß die Schlagzeile der „Süddeutschen“ (bekannt für ihre Hetze gegen den Legalwaffenbesitz, linkes Blättchen halt) mehr verspricht als sie hält, dürfte Michl Durchschnittsleser aber gar nicht auffallen. Der Verweis der Süddeutschen im Text auf den Begriff „Razzia“ spricht aber Bände. Da wird ganz ungeniert eine Verbindung von Legalwaffenbesitzern zu Drogenhändlern und dem Rockermilieu hergestellt, das grenzt wieder mal an Volksverhetzung. Auch der Link zu „Waffenbesitzer“ führt nur zu Mördern! Eine Frechheit und auch mal einen Leserbrief wert, oder? Stimmungsmache gegen Waffenbesitzer, Erinnerungen an eine düstere Vergangenheit werden wach. Geschichte wiederholt sich. Wann nennt sich die „Süddeutsche“ in „Stürmer“ um?

Um was ging es eigentlich wirklich? 10.000 Waffenbesitzer in München sollten die Einhaltung Ihrer Aufbewahrungspflichten nachweisen. 167 hatten dies wohl nicht ausreichend getan und wurden deshalb unangemeldet besucht und kontrolliert. Das neue Waffengesetz gibt das ja schließlich her, die Unverletzlichkeit der Wohnung laut Grundgesetz wurde dahingehend eingeschränkt. Gut daß die FvLW gegen diese Grundgesetzverletzung klagt.

Was bei den Kontrollen rumkam weis man noch nicht, aber immer schön Stimmung gegen eine unbescholtene und regelmäßig überprüfte Bevölkerungsgruppe gemacht. Wir werden als Kriminelle und Mörder hingestellt! Es reicht!

Wiki sagt zum Begriff „Razzia“: „Razzia (von arabisch ‏غزوة‎ ghazwa, „Kriegszug, Raubzug, Angriffsschlacht“) ist die Bezeichnung für eine überraschende, groß angelegte Durchsuchungsaktion der Polizei. In erster Linie dient die Razzia der Identitätsfeststellung von Personen, dann auch der Durchsuchung von Personen, Sachen und Räumlichkeiten bzw. der Beschlagnahme von illegalen Gegenständen und Beweismitteln. Zweck einer Razzia kann einerseits die Gefahrenabwehr (z. B. Prävention von Straftaten) oder andererseits die Strafverfolgung (Repression) sein.“

Nichts davon ist der Fall bei einer unangemeldeten Kontrolle der Waffenaufbewahrung. Und die Polizei war schon gar nicht involviert. Also: Medienlüge zum Zwecke der Volksverhetzung.

Bei Ottobrunner.info sieht die Meldung ganz anders aus.

Michael Kuhn

 Posted by at 08:31

  9 Responses to “Überraschende Razzia bei 167 registrierten Waffenbesitzern!”

  1. Bleibt wohl abzuwarten, wievielde der festgestellten Unregelmäßigkeiten einer genaueren Kontrolle standhalten und nicht nur auf die freiwilligen Kontrolleure zurückzuführen sind, die völlig sachfremd waren.

  2. Was in München los ist, hat sich u.a. anhand unserer Korrespondenz mit den Verantwortlichen gezeigt.
    Diese Wortwahl (Razzia) kann einen meiner Meinung nach schnell in die Irre führen – auch die hinlänglich bekannte Süddeutsche bemerkt dies nicht (?) – und ist symptomatisch. Es kann so verstanden werden, als habe man irgendwelche rund 170 LWB kontrolliert und oh Wunder fast alle waren irgendwelcher Verfehlungen schuldig. Manche haben gegenüber den „Freiwilligen“ (erinnert mich auch an etwas!) ihre Waffen auch gleich sofort abgegeben. Man kann sich wundern, dass sich nicht auch gleich noch manche selbst gerichtet haben oder?
    http://jagdwaffennetzwerk.blogspot.com/2010/02/waffenrechtsanwendung-munchen-antwortet.html

  3. Danke für Deinen Artikel, der mir da Schreiben eines eigenen erspart. 🙂

    Eine Anmerkung habe ich jedoch: „[…] die Unverletzlichkeit der Wohnung laut Grundgesetz wurde dahingehend eingeschränkt“. Dem ist nicht so – und das ist einer der Ansatzpunkte der Verfassungsbeschwerde der FVLW. Die Einschränkung von Art. 13 I GG in § 36 III WaffG bezieht sich nur auf die Abwehr dringender Gefahren für die öffentliche Sicherheit.

  4. Nachtrag:

    War die Terminierung dieser Großkontrolle Zufall oder besteht ein Zusammenhang mit der am Freitag in München beginnenden WM? Wäre letzteres der Fall, dann hat man wieder eine schöne Gelegenheit bekommen, den LWBs ans Bein zu pinkeln: Seht her, die sind gar nicht so ordentlich, wie sie immer behaupten. Wobei ich auf die angekündigte statistische Auswertung der Kontrolle schon gespannt bin.

  5. Warum wurde in Neubiberg nicht kontrolliert?

    1. Hier war die Landrätin Rumschöttel vorher Bürgermeisterin
    2. Hier hat sie ihren Wohnsitz

    3. unter http://www.rumschoettel.de, das ist ihre Homepage ist ein Verweis, dass man auf http://www.jensvold.de geleitet wird. !!!
    Dieser Jensvold Andreas ist Vorsitzender der Schießsportgruppe in Neubiberg.

    Ist klar, dass man da auch nicht in Neubiberg die Aufbewahrung prüft!

  6. […] “Kontrollaktion zur Waffenaufbewahrung hat gezeigt: Fast 90% der kontrollierten Waffenbesitzer verwahrten ihre Schusswaffen und Munition nicht ordnungsgemäß. Hauptzielgruppe der Kontrolle waren Erben und so genannte Altbesitzer.” Diese Nachricht des Landratsamts München geht so oder so ähnlich zurzeit durch die Gazetten. Schlagzeile: “Gewehr in der Wäsche: Waffenbesitzer total sorglos“. Man beachte hierbei unbedingt den Seitentitel: “Erschreckend: 90% der Waffenbesitzer verstoßen gegen Regeln“! Die Presse -hier der Merkur-  hetzt ungeniert, will den Anschein erwecken, daß 90% der Waffenbesitzer unzuverlässig seien und ihre Waffen unzureichend aufbewahren, wohl wissend, daß diese Aussagen komplett falsch sind. Einfach nur um zu polemisieren, um eine negative Einstellung im Volk gegenüber Waffenbesitzern zu provozieren und zu produzieren. Medienhetze bester Art gegen eine Bevölkerungsminderheit, so mancher Schreiberling scheint ein gelehriger Schüler des Herrn Göbbels zu sein. Lesen Sie dazu auch hier die Ankündigung zur “Razzia”. […]

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